Thomas Vander Wal am 7. Mai in Zürich: Intranet Summit

Der Intranet SUMMIT ist eine “normale” Konferenz am 7. und 8. Mai in Zürich. Name ist Programm und die Beiträge sehen “auf Papier” ziemlich gut aus (und auch namics ist mit einer Intranet-Fallstudie vertreten: Effiziente Realisierung eines komplexen Intranets mit der agilen Entwicklungsmethode Scrum).

Wer bis Ende Woche den Eintritt kauft bekommt noch einen besseren Preis (CHF 790.– anstelle von CHF 1490.–). Deshalb erlaube ich mir diesen Post zu schreiben.

Und nun zum Titel. Thomas Vander Wal gilt gemeinhin als die Person, welches (basisdemokratisches) Tagging mit Folksonomy einen Namen gegeben hat und diese Art der Verschlagwortung konsequent vertritt. Ihm im Intranet-Kontext zu hören, finde ich sehr spannend.

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Welche Browser müssen unterstützt sein – Browserkompatibilität

Eine dauernde aber auch wichtige Diskussion ist die, mit welchen Browser-/Plattformkombination eine Online-Anwendung funktionieren soll resp. getestet wird. Besonders spannend an der Frage ist zudem, dass sich dieses Umfeld dauernd ändert.

>> Einleitung

Grundsätzlich muss es Ziel sein, dass eine Anwendung mit allen Browser (technisch korrekter „User Agents“) funktioniert. Selbstverständlich heisst das nicht, dass die Anwendung nicht in allen Browsers identisch aussieht. Das würde der Heterogenität des Internets nicht gerecht und ist technisch nicht möglich… Als Vergleich kann Fernsehen hinhalten, wo das identische Programm auch je nach “Endgeräte” unterschiedlich „gezeigt“ wird.

Ziel muss es zudem sein nicht gegen Browser zu codieren aber für den Standard zu implementieren und danach für einzelne Browser zu optimieren. Idealerweise wird zudem im Code nicht auf einzelne Browser getestet aber auf vorhandenen Funktionalitäten des User Agents. Serverseitige Browserweichen sollten vermieden werden, wenn sich die Unterschiede im CSS lösen lassen.

Ich beschränke mich hier mal auf die Standardfunktionen wie (X)HTML, CSS und ein bisschen (defensives) JavaScript und lasse mich nicht auf die Flash-, Java-, Silverlight und Weiss-ich-nicht-was-Diskussion raus.

>> Lösung 1: Reale Benutzerbasis

Es ist sehr einfach zu messen, welche Browser auf einem konkreten Webangebot genutzt werden. Diese Statistiken bekommt man zudem von anderen Betreibern und man kann solche auch kaufen.

Zwei Aspekte sind wichtig: Einerseits, dass die Statistik falsch sein kann, wenn das aktuelle Angebot gewisse Kombinationen ausschliesst oder sehr schlecht behandelt (Huhn-Ei Problem). Und andererseits fehlt der Ausblick auf neue, stark verbreitete Browser („wann kommt der IE8“) resp. der Einbezug der Browserüberwachung während des Betriebs (was verändert sich grad).

Nun „nur noch“ die Frage, wo soll ich die Grenze des Tests ziehen. 95% aller Browser testen? Oder die 3 wichtigsten Kombinationen je auf Windows und Macintosh? Und was ist mit Linux und den verschiedenen Versionen der Betriebssysteme? Und das iPhone? Etc. Diese Definition muss mit Blick auf die Zielgruppe und die konkrete Anwendung gemacht werden. Zur Illustration ein Beispiel. Hier er aktuelle Monat einer reichweitenstarken B2B Anwendung mit 75% des Traffics aus der Schweiz.

i) Übersicht, welche Browser/Plattformen
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ii) Details für den Internet Explorer
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iii) Details für Firefox
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iv) Details für Safari
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Was wäre der Schluss? Will ich Windows und Mac unterstützen und ist meine Grenze 95% aller Nutzer, so teste ich gegen Windows/IE 7, Windows/IE 6 und Windows/Firefox 2. Auf dem Mac wäre es dann rechnerisch nur Safari 2. Punkt.

Und dann käme noch der “Menschenverstand” (ausserhalb der 95%) dazu, der einige Kombinationen ergänzt. Ich würde Mac/FFxo2 noch testen (der ist ziemlich mies in JavaScript Performance). Zudem kommt bald der Win/IE 8 (soll ich eine Beta-Version wirklich testen — ich meine ja) und Mac/Safari 3. Zudem evt. Mobile Browser.

Noch nicht berücksichtigt sind nun verschiedenen Versionen des Mac OS und von Windows, welche (leider) auch einen Einfluss auf Funktion und Darstellung haben können. Und mindestens die 984 User mit dem IE 5.5 (eine Uraltversion auf MAC, welche sich sehr hässlich verhält) werden sich beklagen. Aber wo zieht man die Grenze?

>> Lösung 2: Die Libraries

Im Zeitalter von Nutzungsschnittstellen mit Web 2.0-Funktionalität (aka AJAX) versuchen die Entwickler (hoffentlich) nicht alles neu zu erfinden, aber nutzen Bibliotheken, welche die Umsetzung Vereinfachen und die Qualität erhöhen. Davon gibt es viele und alle sind mit gewissen Browsern getestet. Da sich die Entwickler sehr intensiv damit beschäftigen ist die Lösung Nummer 2 deren Empfehlungen zu folgen. Als Beispiel die Unterstützung der Yahoo Bibliothek YUI.

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Die Fussnote besagt, dass immer die aktuellste Nicht-Beta-Version getestet wird.

Ich finde die Variante 2 (auch mit anderen Libraries) eigentlich ziemlich charmant, da hier bereits viel Wissen drin steckt. Es bleibt meine Zielgruppe zu prüfen (ist die Kombination relevant) und eine Aufwand/Nutzen-Betrachtung bezüglich der investierten Zeit.

Spiel mit mir, sagten die Zahlen

So oder so ähnlich muss es wohl gewesen sein als Hans Rosling vor der Datentabelle gesessen hat.

Letztes Jahr war ich bereits von seiner Präsentationstechnik hin und weg – jetzt bin ich wieder über die Applikation und Visualisierung der Daten gestolpert. Nicht unbedingt aus ästhetischer Sicht schön – aber einfach zu verstehen.

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Ganz klar: die Schweiz liegt ganz gut in der Bilanz von Einkommen und Lebenserwartung… (Ich freu mich drauf)

Nicht ganz uninteressant ist allerdings der Play-Button unten links. Einfach mal ein paar Länder auswählen und das Spiel beginnt. In die Kategorie „Hab-Ich-Mir-Schon-Gedacht“ fällt vermutlich der folgende Vergleich:

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Da darf man gespannt sein, was in Zukunft auf uns zu kommt – in Indien tut sich jedenfalls was, während der Schweizer Punkt auf der Stelle tritt. http://skitch.com/tlink/gw2i/gapminder-world-schweiz-vs-indien

Ich könnte stundenlang spielen… apropos: hat jemand diese Daten von Schweizer Gemeinden?
:-)

Selber spielen: http://www.gapminder.org/world/

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Damit die Worte nie fehlen (Lorem Ipsum)

Es muss ja nicht immer gleich ein automatisch generiertes wissenschaftliches Paper sein. Meist genügt so genannter Blindtext, doch wo gibt es den?

Natürlich online, beispielsweise bei www.lorem-ipsum.info/ oder www.lipsum.com/.

Und nun kommen viele Mac-Tools (also ob genau diesen Usern häufig die Worte fehlen würden ;-)

So eine Art High-End Lösung ist lipServiceX, welche in den meisten Programmen verfügbar ist (ausser grad in Word und NeoOffice funktioniert das Ding nicht).

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Auf der “Low-End Seite” gibt es einige Dashboard Widgets die dasselbe tun. So beispielsweise: Dolor Sit Amet, Cicero, Lorem Ipsum Widget oder auch Corporate Ipsum als Generator von “lesbarerem” Text (schon ziemlich nahe an einem Bullshit Generator ;-).

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Und auch nicht fehlen dürfen natürlich FirefoxPlugins wie Dummy Lipsum oder das Bookmarklet ipsum.

Einen haben wir noch: Die Geek-Lösung. Der ultragute Text-Editor TextMate hat Blindtext per Default als Keyword Expansion von “lorem” drin.

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Das sollte eigentlich genügen um immer was zu sagen zu haben. Für alle Fälle habe ich hier ein bisschen zum Download (zur Nothilfe sozusagen): Blindtext [rtf, 8KB]

Die Inspiration kommt von “It’s All Greek To Me“.

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Amazon Web Services und seine Jünger

Eigentlich zwei Geschichten.

Gestern ging eine ganze Gruppe von Amazon Webservices (insb. S3 alles was dranhängt wie EC2 und SQS) offline. Nach einer eindrücklichen Verfügbarkeit über die letzten Jahre und die Papers (wie das exzellente “Dynamo-Paper”), welche die massive Skalierung erklären, ein ziemlicher Schock.

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Geschichte Nummer eins ist eine gute, offene Kommunikation von Amazon. Und zwar gleich in den Foren, die begangen das Problem zu diskutieren. Zuerst mit einer Bestätigung des Problems und später mit Details zur Lösung. Die vielen Gerüchte konnten sich nicht breit machen und das Ganze zerstörte wenig Vertrauen in den Dienst. Auch hier (wie bei Skype) waren der Grund Authentisierungsanfragen resp. der Log-In-Mechanismus, welche bei Amazon aufgrund der verwendeten Krypotgraphie ziemlich teuer sind. Kurzfristige Lösung war mehr Rechenressourcen. Pech war, das dieser Teil des Dienstes nicht mit Frühwarnindikatoren überwacht war.

Geschichte Nummer zwei ist die, dass sichtbar wurde, wie Webdienste zusammenhängen. Mit dem Problem bei Amazon wurden nämlich einige Dienste mitgenommen wie beispielsweise Twitter, Tumblr, SmugMug, 37Signals und andere (in den meisten Fällen binäre Seitenelemente die ab S3 geliefert werden sollten): “The Web as a Platform”.

Nun bitte keine Schreie nach zentraler Kontrolle. Die Webinfrastruktur ist extrem stabil und kaum ein Firma realisiert die Verfügbarkeit von Amazon. Das Charmante ist weiterhin, dass einfache Grundlagendienste (wie Amazon AWS) viele der Anwendungen erst ermöglichen.

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