Wissensmanagement mit Weblogs

Ja, gut Ding will Weile. Wir nutzen seit über 2 Jahren eine Multiblog-Infrastruktur als zentrales Element des Wissensmanagements und der internen Kommunikation. Ich habe das System mit dem Namen “news.namics.com” bereits am ersten Blogcamp in Zürich gezeigt und danach in der Publikation Marketing & Kommunikation im März 2007 einen Artikel dazu verfasst: Internes Wissensmanagement mit Weblogs [pdf, 480KB]. Ganz ehrlich gesagt war da Echo ziemlich klein.

Doch nun hat sich das rasant geändert. Prof. Dr. Andrea Back, Direktorin des Instituts für Wirtschaftsinformatik IWI-HSG der Universität St. Gallen hat das für uns extrem nützliche Werkzeug angeschaut und beschlossen, eine 8-teilige Serie darüber zu verfassen. Bequemerweise als VLOG auf Ihrem Weblog Business 2.0 publiziert.

Wer wissen will, wie namics innert kürzester Zeit das Wissen dun 80% aller Mitarbeiter anzapft — und zwar auf freiwilliger pull-Basis — so kann ich die Serie nur empfehlen. Hier die Links:

- Der Multiblog NamicsNews stellt sich einer neuen Mitarbeiterin vor (1 von 8)
- Der Multiblog NamicsNews steuert die Informationsflut filigran (2 von 8)
- Der Weblog ist voll in Fahrt, ein Forum würde dümpeln (Teil 3 von 8)
- Mit dem Multiblog funktionieren Umfragen an alle (Teil 4 von 8)
- Weblog-Evangelist sein ist eine leichte Aufgabe (Teil 5 von 8)
- Management-Information vom Blog-Cockpit ist für alle da (Teil 6 von 8)
- Der Blog ist EIN Tool im Reigen der Wissensarbeits-Tools (Teil 7 von 8)

- Sind Wissensblogs auch etwas für andere Unternehmen? (Teil 8 von 8)

und weiter geht es dann auf www.business20.ch

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit

Herzlichen Dank für Ihr Geschenk

Zu Weihnachten 2007 hat namics keine “Sachen gekauft und verschickt”, aber seine Kunden, Geschäftspartner und Freunde auswählen lassen, welchen Organisationen wir Geld spenden sollen. Die Verteilung lief über ein Online-Spiel, bei welchem es in einer weiten Winterlandschaft Häuser zu erkunden galt.

i-910296affe151a868680b9d913e319f8-xmas07-namics-thumb.gif

In den Häuser haben fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von namics die folgenden, von den namics Standorten gewählten Projekte, vorgestellt und dazu animiert, möglichst viel zu spenden. Zu verteilen gab es insgesamt 13’000 Kerzen, die Licht spenden sollen.

- Schützt das Wattenmeer Hamburg
- Alpeninitiative, Schwerverkehr auf die Schiene
- SOS Kinderdörfer, ein neues Zuhause für Kinder
- Stiftung Wunderlampe, Wünsche für kranke Kinder
- Ärzte ohne Grenzen

Heute haben wir das Projekt intern abgeschlossen und den Organiationen in der Summe CHF 13’000.– gespendet. Folgend die Tabelle der verteilten Kerzen und daraus berechnet der Anteil der Spende.

i-6144d9db2f90a5ded82569fd70cb176f-xmas07-namics-verteilung.gif

Vielen Dank an alle die das Projekten möglich gemacht haben! Und wer mehr spenden will ist sicherlich herzlich willkommen.

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit

Technische Qualität von Webanwendungen: Die Kriterien

Seit ein paar Jahren bin ich Jury-Präsident des Best of Swiss Web Awards und zwar in der Kategorie Technologie-Qualität. Bei der Bewertung der Projekte nutzt die Jury einen Kriterienkatalog, den ich bereits 2005 einmal publizierte. In der Zwischenzeit wurde der Katalog (zu Beginn jedes Bewertungsjahres) von der Jury bereits dreimal diskutiert und leicht angepasst. Es ist wiedermal an der Zeit, diesen zu zeigen. Und vor allem nehme ich gerne Vorschläge und Änderungen entgegen.

0. Mindestanforderungen (K.O.-Kriterien)
- Hauptleistung der Eingabe stammt aus dem Bewertungsjahr gem. Dokumentation
- Eigenleistung bei der Implementierung (gegenüber Standardprodukt)
- Anspruchsvoller Umfang und/oder Funktionalität

1. Performance / Verfügbarkeit
- Ladezeit (Server Wait Time, Seitengrösse [Codemenge relativ zu Inhalt], Auslagerung von Libraries) und/oder sonstige gute Tricks
- Nutzung von Standard Caching, Kompression und/oder HTTP keep-alive (resp. diese nicht unterbinden)
- Verfügbarkeit und Stabilität der Lösung (während der Jurierung)

2. Moderne Umsetzung
- Endgeräteunabhängige Umsetzung: Formate/Alternativen, Schriftgrössen, Textspalten, WAI etc.
- Moderner, valider Clientcodes, Einsatz von CSS
- Stateful URLs, REST wo sinnvoll
- Crossbrowser: Pro Zielplattform zwei wichtigsten User Agents unterstützt

3. Fehlertoleranz
- Angemessener Einsatz von JavaScript und/oder Cookies und/oder Plugins resp. angemessene Fehlerbehandlung bei Abschalten?
- Seitenübergreifende Prozesse: Validierung, Reload, Back Button, Enter bei Formular, – Fehlertexte und Erlenbarkeit (Konsistenz)
- Verhindern von Fehleingaben durch Beispiele, Erklärung, Hilfestellung etc.

4. Handwerk
- Fehler: Broken Links, Downloads (mime type, save as), Umgang mit Pop-Up Blocker etc.
Produktionsqualität der graphischen Seitenelemente: Visuell, Gewicht, Format etc.
- Korrekter Einsatz der HTTP Methoden (insb. GET / POST)
- Indexierbarkeit durch Suchmaschinen-Crawler (wo sinnvoll), Ranking und Titelzitat in Trefferlisten

5. Sicherheit
- Angemessener Login-Mechanismus: Gegenseitige Authentisierung (Phishing), Nicht-Wiederholbarkeit, Resistent gegen Brute Force etc.
- Schutz des Datenaustauschs: SSL/https, Sniffing / Lesen über DOM / JavaScript, Cache, Man in the Middle, Secure Flag bei Cookie, etc.
- Resistenz bei Manipulation der URL, Cookies, hidden fields (Session Highjacking, XSS, Injection) etc.

6. Angemessenheit
- Gute Kombination aus Innovation und Pragmatismus
- Flexibilität und Erweiterbarkeit
- Angemessene Wahl der Technologie (Erwartungskonform und Effizient); Technologie für Nutzer “unsichtbar”

Danke für Feedback!

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit

Typographie am Bildschirm live

Typographie ist nicht nur etwas sehr schönes aber auch eine spannende Domäne — ein geeignetes Hobby (zum kleinen Einstieg empfehle ich das folgende Buch: Stop Stealing Sheep & Find Out How Type Works) und etwas, was uns täglich antrifft. Natürlich auf Papier aber auch im Web.

Ja, im Web sind die Regeln nicht nur anders, aber die Möglichkeiten (lassen wir mal Sachen wie Flash weg) eingeschränkt. Aber nicht weniger spannend. Und hier eine unspektakuläre aber sehr praktische Site, welche eine Schriftenvergleich am Bildschirm einfach ermöglicht: http://typetester.maratz.com/.

i-80a708485d22b575fe5fe17eed348a2c-typetester-home-thumb.png

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit

Bewerbungen auf Papier haben schlechtere Karten

Viele Leute schreiben über Tipps bei der Job-Suche. Marcel Widmer widmet dem Thema einen ganzen Weblog, Patrice schrieb mal eine fünfteilige Serie (Lerne Englisch ,Learn, read, learn, read, … ,Write & Publish ,Knowledge management ,Publish your projects) und ich bin sicher, dass es viele weitere Infos im Web gibt.

An dieser Stelle nur etwas ganz praktisches: Suchst Du in der Beratung oder Informatik einen Job, so soll die Bewerbung elektronische aufbereitet sein. Weshalb?

Erstens: Die Medienkompetenz “Online / Web / Internet” ist in diesen Branchen ein wichtiges Kriterium. Du kannst also nur punkten, wenn Du Dich hier gekonnt bewegst.

Zweitens erlauben elektronische Bewerbungen eine ganz andere Qualität der Darstellung und alle anderen Vorteile von Online wie beispielsweise ein Tracking. Aber: Nicht nur einen Link schicken; Zusätzlich einen Link schicken.

Und drittens (und das ist der Grund des Posts): Praktikabilität beim Empfänger. Bei namics hat ein Kandidat im Rahmen der Bewerbung Kontakt zu rund 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Ein grosser Teil davon wird die Bewerbungsunterlagen anschauen, also werden die Bewerbungen in der Datenbank verwaltet. Das ist wohl in allen Firmen so. Papierunterlagen müssen wir somit zuerst zerlegen und scannen. Diese Scans sind deutlich grösser sind als gut gemachte elektronische Bewerbungen, was bei mir während dem Download Ungeduld auslöst. Und schlussendlich das Zurückschicken des Papiers (“die Post sagt danke”).

Ich bin überzeugt, dass Papierbewerbungen zumindest in unseren Gefilden als mühsamer empfunden werden und somit die Chancen der Bewerbung schlechter sind. Also bitte elektronisch.

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit