Mobile Advertising – IIR Konferenz in Budapest [Vortrag]

In den letzten beiden Tagen hatte ich die Ehre an der IIR Konferenz zum Thema Mobile Advertising oder Chairman und Präsentator zu sein. In meinem Vortrag versuchte ich den Stand der mobilen Suche und deren Umsatzpotential einzuschätzen.

[Präsentation zum Downloaden]

Die Audienz war ein bunte Mischung von Mobilfunkanbietern, wie Orange, Vodafone und Swisscom. Aber auch der Head of Mobile Advertising von Yahoo und ein Vertreter von Microsoft, welcher den MSN Messanger vermarktet. Weiter waren auch einige Plattform-Anbieter (wie beispielsweise amdocs), ein Verlag aus den UK (HarperCollins), eine Medienagentur aus Dänemark (welche sich stark in der mobilen Werbung angagieren) und viele mehr mit dabei. Als Vertreter der Kundenseite war ich klar in der Minderheit.

Hier eine kurze Zusammenfassung des Erfahrenen und des Stand des Marktes:
- Anwendungen: Es wurde eine unglaubliche Vielfalt von mobilen Werbeformen vorstellt. Viele davon waren Ausdruck von Experimenten, welche dazu dienen den Markt zu verstehen. Insbesondere die Mobilfunkanbieter investieren systematisch in die Erschlissung mobiler Werbung. Vodafone betreibt ein eigenes Department, welches sich lediglich mit der Vermarktung von Werbeplatz beschäftigt. Das Business scheint schon recht gut zu laufen (dominant sind dabei die Autohersteller).
- Google & Co.: Google spielt bei der mobilen Werbung noch keine grosse Rolle; dies weil die Suchresultate von Off-Portal (nicht Mobilfunkanbieter-Seiten) noch keine genügende Qualität haben. Yahoo und Google machen vor allem mit den On-Portal-Suchen Umsatz.
- On-Portal-Suche (Vodafone live! & Co.): Die Suche auf den mobilen Portalen hat sich insbesondere bei den grossen Anbieter bereits als fester Bestandteil etabliert. Die Flexibilität der Lösungen, welche im Einsatz sind, ist jedoch noch recht eingeschränkt. Für die Darstellung der Suchresultate scheint sich eine statische Dreiteilung etabliert zu haben. In der ersten Sektion werden die internen Resultate der Premium-Partner angezeigt. In der zweiten Sektion können Suchpositionen gekauft werden (natürlich nur bei Eingabe des entsprechenden key words). Die dritte Sektion beinhaltet Suchresultate aus dem offenen Web von bspw. Google.
- Umsatz-Träger: Der Umsatz ist im Moment noch grossteilig von den Mobilfunkanbieter kontrolliert (mit Aussnahme von AdMob, die schon sehr gut verkaufen; 80% fill rate). Mobile Suche generiert noch keine grossen Umsätze, wird aber stark zunehmen.
- Display-Werbung aller Art: Insbesondere mobile Display-Werbung wird stark zunehmen. Momentan sind es die Bannerwerbungen aller Grössen oder aber auch Text-Ads. Post- und Pre-Rolls bei mobilen Videos wirken zwar gut, werden sich aber einige Zeit noch nicht etablieren.
- Defizite des Marktes: Es fehlen die Reichweiten (es gibt zu wenig Inhalte und deshalb auch zu wenig Benutzer). Die Mobilfunkanbieter geben die Daten nicht heraus, weshalb sich die Werbenden mit Profildaten von Mobile Communities behelfen. Die Kunden, bzw. Agenturen haben noch nicht verstanden, wie mobile Werbung wirkt (ist schon auf meiner Liste).

Es war insgesamt eine postitive Stimmung betreffend der zukünftigen Entwicklung des mobilen Werbemarktes. Einheitlicher Tenor der Industrie: Es fehlt vor allem an Reichweiten (also genügend mobilen Seiten mit Benutzer). Mobiler Werbeplatz, der auf einem mobilen Portal / Medium angeboten wird, ist in den meisten Fällen innert kürzester Zeit ausverkauft.

Veröffentlicht unter Mobile

Einführung Unternehmensweite Suche [Vortrag]

Was ist der Unterschied zwischen der Websuche (so wie www.live.com oder www.google.com) und der Firmensuche.

- Datentypen und deren Struktur
- Anzahl der Dokumente (Internet viel, viel mehr)
- Dokumentenart resp. Quellsysteme… im Firmenumfeld sind maximal 10% HTML. Der Rest sind Datenbanken und spezialisierte Anwendungen
- Im Firmenumfeld gibt es keinen Spam (sollte es nicht geben)
- Suchtypen: In Firmen sehr häufig „Known Item Search“ d.h. ich kenne das (Teile des) Dokumentes welches ich suche, weiss aber nicht, wo es liegt. Zudem zählt im Internet Präzision (irgend ein Dokument, welches meine aktuelle Frage beantwortet) mehr als im Intranet, wo es möglicherweise nur einen korrekten Treffer gibt (Ausbeute)
- Auch Suchverhalten sind im internen Netz häufig etabliert, da bekannt aus spezialisierten Anwendungen wie beispielsweise dem CRM-System
- Zugriffsschutz (Rollen und Rechte) im Firmenumfeld wichtig, im Internet vernachlässigbar
- Gewisse im Internet erfolgreiche Rankingstrategien (Bestimmung der Trefferfolge einer Suchtrefferliste) wie PageRank oder HITS funktionieren bei der Internen Suche nicht, da es keine intensive, aussagekräftige Verlinkung gibt.

Und was ist mit dem Firmennutzer. Dieser hat einen wichtigen Teil seines Suchverhaltens im Internet erlernt und erwartet somit „das selbe“ in Intranet (auch wenn sie Aufgabe eine andere ist). So sind such die Suchbegriffe der User bei der Firmensuche mit kleiner als 2 Worten im Durchschnitt leider sehr kurz.

Dann kommt eine Übersicht über erfolgreiche Nutzungsschnittstellen und Tipps bezüglich wichtiger Funktionen der Firmensuche wie die Wichtigkeit der Trefferzitate und gewisser Metadaten wie Autor. Spannend insb. die Ansätze Trefferlisten in Internen Netz nach Aktualität zu rangieren.

Und mehr Informationen gibt es in der Präsentation von Markus: Einführung Unternehmensweite Suche

Microsoft und Google auf die Bühe: Enterprise Search im Vergleich

In bisschen mehr als einer Stunde ist es soweit. Im Rahmen der namics Fachtagung Enterprise Search-Systeme im Vergleich zeigen zwei technische Vertreter von Google (Joachim Glaubrecht) und von Microsoft (René Knöfel) Ihre Suchsysteme für den Firmeneinsatz live, ohne Powerpoint und ohne doppelten Boden.

Idee ist es, die Produkte nebeneinander zu erleben und diese echt anzufassen und nicht Prospekte lesen zu müssen, die alles versprechend und dann… Einleitung macht Markus Tressl von namics mit einem Überblick über die typischen Herausforderungen der und Tipps für die Unternehmenssuche. Den Abschluss macht Marco Hassler von namics mit der Vorstellung des Evaluationsmethodik von namics mit dem Ziel das geeignetstes Suchsystem für einen konkreten Einsatz zu finden.

Und hier schon mal die Präsentationen (wobei es den spannendste Teil nur live zu erleben gibt):
> Einführung Unternehmensweite Suche [pdf, 1,6MB]
> Die Fragen an die Hersteller Microsoft nd Google [pdf, 520KB]
> Einführung einer unternehmensweiten Suche [pdf, 1,3MB]

Apropos: Let’s kill some trees… zweiter Teil.

Mal wieder wird es wir es Zeit die Vorbereitungen – und eben den Baum für den alljährlichen X-Mas-Wahnsinn.

Diesmal eine andere Alternative – nicht unbedingt wald-schonender, dafür ohne zusätzliche Verschwendung von Tinte oder Toner: Der Shelf Tree. (auf 3 – another kind of tree klicken)
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Die Idee könnte glatt von Amazon sein.
Und natürlich daran denken, dass die Geschenke unter den Baum passen müssen ;-)

[via hoipippo, Swissmiss]


Kill the Messenger!

Remember the first time your son or daughter held a helium balloon in his hand? What happened? Sooner or later, that balloon got away and s/he was very unhappy, to say the least. One might even say, traumatized. Why? Because s/he lost the balloon? That’s certainly part of the answer, but it’s not the whole story — kids lose things all the time, without the emotional trauma of that first balloon.

That balloon’s flying away contradicted “years” of experimental evidence (generally obtained using food from the kitchen table) that things always fall down. Always. Dependably. Reliably. Certainly. Despite this certainty, that balloon fell up. The world is not in order. And that is what was so disturbing.

So you have just started using Scrum to manage your first development project. You have 6 months to complete the project. The remaining effort on your project is estimated to be 600 Story Points (SP), which means you have to complete 100 Story Points per month. So far, so good.

Then your team executes its first Sprint and completes 50 Story Points. At this rate, it will take 12 months to finish the project ( 600 SP / 50 SP per Month = 12 Months). So you tell your boss you have a problem, you’re going to be 6 months late, on a six month project. What does you boss do?

  • Kill the messenger (what else?)
  • If that fails, blame the methodology (which is kind of the same thing).

Why is he reacting this way? For him, a balloon is falling up. Typically, early in a project, everyone is optimistic.Serious problems only become apparent later in the project, shortly before a major development milestone. So when a deadline problem escalates, it is serious and doesn’t leave much room to maneuver.

BTW — yes, I have had the pleasure of taking over a project in which the program manager had invested a large sum, only to be told shortly before the target date that it will cost another equally large sum to finish the project. Bad thing. No fun for anybody involved. And the program manager really only had two alternatives: Cough up the money or cancel the project. Either way, he had to explain it to his management (and is not going to look good in the process).

Come back to our Scrum example. Probably this program manager had never gotten such early warning that project was having problems. So how is he going to react? Exactly as he has been conditioned to through every other project that has been late, only more so, because if a warning occurs this early, something must be seriously wrong.

But wait! Only 1 month has gone by. The are still 5 months to go. You can react. You can identify the problem and make adjustments. Why is the development proceeding so slowly? Are there enough people? Are they the right people? Maybe you can reduce the scope and still achieve your business goals. Maybe your developers are being distracted by other tasks. There are a lot of ways to fix a project with over 80% of the time remaining.

Together with the Product Owner, the Scrum Master and other management can take action to correct the problem early and effectively.

Once management has learned that they have control, can react and can prevent disaster long before it occurs, they will no longer be tempted to kill the messenger. In fact, they will welcome the messenger and appreciate the methodology, because early warnings will ensure that management looks good when the project comes to a successful and timely conclusion.