Blogging „near real time“ [auf dem Rückweg im Zug] vom Medienanlass in Bern zur Veröffentlichung der Studie.
Prof. Krüger, Präsident der Stiftung „Zugang für alle“, Pascale Bruderer, Nationalrätin, Andreas Rieder, Leiter EBGB, Amr Huber, Leiter Web der Bundeskanzlei und René Jaun, Markus Riesch und René Jaun von der Stiftung „Zugang für alle“ präsentierten heute Morgen die zweite Ausgabe der Studie, die eine Bestandesaufnahme der Zugänglichkeit von Schweizer Websites des Gemeinwesens für Menschen mit Behinderungen darstellt.
Im Rahmen der Studie wurden 50 Internetangebote von Bund, Kantonen und Gemeinden auf ihre Zugänglichkeit für Menschen mit Behinderungen getestet. Verglichen mit der ersten Studie aus dem Jahr 2004 fällt vor allem die signifikante Verbesserung der Barrierefreiheit der zentralen Bundesverwaltung auf. Die Internetangebote von Kantonen und Gemeinden sowie bundesnaher Betriebe sind hingegen vielfach nicht geeignet für Menschen mit Behinderungen.
Soviel zur Medienmitteilung.
Am Anlass leitete Prof. Dr. Dr. Krüger mit seinem kurzen Referat über ungenutzte Chancen für Menschen mit Behinderung im Alltag ein, danach beleuchtete Pascale Bruderer die politischen Aspekte der Integration generell und im speziellen für den Bereich Internet, Dr. Andreas Rieder vom Eidg. Büro für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen erinnerte sich daran, dass das erste Dokument, das er beim Amtsantritt 2004 auf seinem Pult vorfand, die erste Ausgabe der Acessibility Studie war [und dass er seit dem sehr viel vom / zum Thema dazugelernt habe. Danach führte Markus Riesch durch die wichtigsten Ergebnisse der Studie.
Von den 50 getesteten Sites schneiden 7 mit 5 Sternen [sehr gut], 9 mit 4 Sternen, 18 mit 3 Sternen, 14 mit 2 und 2 Sites mit einem Stern [also schlecht] ab. Von den sehr guten seien hier die Bundeskanzlei und die beiden Kantone Bern und Glarus erwähnt, die beiden Schlusslichter sind das Bundesgericht und der Kanton Jura.
Amr Huber, Leiter Web der Bundeskanzlei gab abschliessend noch einen Ausblick über die Umsetzung der Barrierefreiheit bei Bund, Kantonen und Gemeinden.
Ich freue mich auf ein grosses Medienecho [Tagesanzeiger morgen lesen könnte interessant sein] und hoffe, auch diese zweite Version der Studie gibt den Bemühungen, in der Sache weiterzukommen, wieder einen Schub. Ein erstes gutes Anzeichen dafür ist, dass der Kanton Solothurn gestern offiziell verlauten liess, dass seine Internetpräsenz ein Redesign erfahren wird und dass die Ergebnisse der Studie im Redesign einfliessen werden.
Hier der Link zur Studie deutsch und französisch und zur Bestellung der Studie in deutsch und französisch.
Meine Leseempfehlung zum Beispiel für das Bundesgericht und den Kanton Jura: die Kapitel 4 [Gesetzlicher Auftrag] und 7 [Umsetzung].
[Disclaimer: namics ist Sponsor der Studie und uns ist das Thema wichtig]



