Comics und die Konzeption von Websites – passt das zusammen?

Vor ein paar Monaten haben wir selbst die ersten positiven Erfahrungen gemacht – gerade hab ich ein interessantes Interview (mit Kevin Cheng – bekannt durch OK/Cancel) dazu gelesen – welches ich kurz zusammenfassen möchte:

  • Comics eignen sich eigentlich auf jeder Unternehmensebene zum besseren Verständnis der Ziele, Funktionen und besonders Benutzerinteraktionen einer Website – die Version für den CEO sollte jedoch nicht gerade die schlampigste sein
  • Ein Comics liest sich noch einfacher als eine 10-seitige Spezifikation und ist dabei meist noch besser durchdacht – weil immer der Benutzer (als Darsteller) im Zentrum steht. Was aber zählt ist: Jeder schaut sich deshalb den Comic an und legt Ihn nicht zuerst zur Seite – so dass alle mit einer sehr ähnlichen Vorstellung vom Ergebnis mit der Arbeit beginnen
  • Der beste Zeitpunkt ist zwischen Brainstorming und den ersten Wireframes
  • Möglichst keine Erklärungen unter die Bilder stellen – die Personen sollen in den Sprechblasen Ziele und Ideen formulieren
  • 6 bis 10 Panels sollten ausreichen die wichtigsten Dinge zu vermitteln – bei mehr läuft man Gefahr sich in Details zu verlieren
  • Man muss nicht auf alles hauen, bloss weil man einen Hammer in der Hand hat… Besonders geeignete Projekte sind neue Features, Web-Applikationen, Produkt-Ideen oder Prozesse. Ausserdem kann mit diesen Comic internes Marketing unterstützt werden.

Eine Sammlung von Ressourcen und Tools hat Kevin auf seinem Blog zusammengestellt.

Wie gesagt haben wir sehr positives Feedback vom Kunden bekommen und dies wird bestätigt. Und natürlich hilft ein kleiner Kniff beim Verkaufen: Es handelt sich hier nicht um Comics – sondern “Conceptual Storyboards”…

Und wer möchte kann auf Boxes and Arrows thematisch noch weiterlesen.

2 Gedanken zu “Comics und die Konzeption von Websites – passt das zusammen?

  1. Gute Hinweise, Merci! Auch wenns (noch) unüblich ist: Comics sind das effizienteste Medium zur Anwenderschulung das ich kenne. Vor allem deshalb weil auch komplexere Benutzerrollen und Kontexte szenisch dargestellt werden können.

    Die Bücher von Scott McCloud zu diesem Thema sind sehr zu empfehlen (selbstverständlich selbst in Comic-Form). In den ersten beiden steht z.B. alles was man über Comics als Schulungsmedium wissen muss.

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