Seit einiger Zeit melde ich aus Testgründen alle Newsletter systematisch ab. Meine unsystematische Erhebung zeigt, dass über die Hälfte der Abmeldung nicht funktionieren. Häufig ist der Abmeldelink eine “Page not Found” oder eben ein “Internal Server Error”. Wer sich gemein denken gewöhnt ist, könnte meinen, die Anbieter schaffen sich damit eine gute Ausrede im Stil von “wir wollten, aber die Technik…). Auch originell sind E-Mail Dialoge mit einer Abmeldeadresse, in welchen ich die Abmeldung bestätigen muss, diese Bestätigung aber nicht funktioniert.
Ich verzichte darauf viele Beispiele zu zeigen, weil dort regelmässig Mitbewerber von namics vorkommen, die ich auf privatem Weg darauf aufmerksam gemacht habe. Anbei ein beonders hartnäckiges Beispiel zur Illustration. Hartnäckig, weil sie häufig unbewilligte Newsletter schicken und auch meine E-Mail-Abmeldungen nicht reagieren.
Die E-Mail Adresse habe ich auch schon zur Abmeldung ausprobiert, aber da bekomme ich keine Antwort. Originell finde ich zudem die folgenden Textpassage im Footer: “Dieses Mail wurde durch unseren Mail-Server erstellt.”. Ich meine immer Menschen schreiben Newsletter.
Auf dem Google Blog schreibt Matthew Glotzbach (Product Management Director, Google Enterprise) über ein Whitepaper von Autonomy, welches von Google handelt. Titel: Don’t believe everything you read.
Darin wiederlegt er Falschaussagen die Autonomy über die Google Search Appliance macht. Und Glotzbach hat recht… Wir haben die Technologie bei Kunden schon sehr oft eingesetzt und im besten Fall bezieht sich das Paper von Autonomy auf die erste Version der Google Mini. Die ist aber schon fast 1,5 Jahre aus dem Dienst.
Interessant ist der Ansatz von Google die Diskussion öffentlich zu machen. Mal sehen wie es weitergeht….
PS: Leider hat der Google Weblog keine Kommentarfunktion
PPS: Noch neckisch als zertifizierter Partner von Google haben wir Zugriff auf Google Dokumente über Autonomy… ob dort wohl alles stimmt… ich muss mal nachlesen.
Spannend ist die Einleitung mit der durchgestrichenen Aussage dass es die Aufgabe von BBC sei “gute Programme zu machen und zu verteilen”. Zu kurz gegriffen. Der Auftrag von Elisabeth II umfasst die folgenden sechs Werte (public purpose of BBC):
Sustaining citizenship and civil society
Promoting education and learning
Stimulating creativity and cultural excellence
Reflecting the UK’s nations, regions and communities
Bringing the UK to the world and the world to the UK
Delivering to the public the benefit of emerging communications technologies and services
Nun aber die Web Principles:
1. Build web products that meet audience needs: anticipate needs not yet fully articulated by audiences, then meet them with products that set new standards. (nicked from Google)
2. The very best websites do one thing really, really well: do less, but execute perfectly. (again, nicked from Google, with a tip of the hat to Jason Fried)
3. Do not attempt to do everything yourselves: link to other high-quality sites instead. Your users will thank you. Use other people’s content and tools to enhance your site, and vice versa.
4. Fall forward, fast: make many small bets, iterate wildly, back successes, kill failures, fast.
5. Treat the entire web as a creative canvas: don’t restrict your creativity to your own site.
6. The web is a conversation. Join in: Adopt a relaxed, conversational tone. Admit your mistakes.
7. Any website is only as good as its worst page: Ensure best practice editorial processes are adopted and adhered to.
8. Make sure all your content can be linked to, forever.
9. Remember your granny won’t ever use “Second Life”: She may come online soon, with very different needs from early-adopters.
10. Maximise routes to content: Develop as many aggregations of content about people, places, topics, channels, networks & time as possible. Optimise your site to rank high in Google.
11. Consistent design and navigation needn’t mean one-size-fits-all: Users should always know they’re on one of your websites, even if they all look very different. Most importantly of all, they know they won’t ever get lost.
12. Accessibility is not an optional extra: Sites designed that way from the ground up work better for all users
13. Let people paste your content on the walls of their virtual homes: Encourage users to take nuggets of content away with them, with links back to your site
14. Link to discussions on the web, don’t host them: Only host web-based discussions where there is a clear rationale
15. Personalisation should be unobtrusive, elegant and transparent: After all, it’s your users’ data. Best respect it.
Alle Punkt unterschreibe ich gerne! Und hier die Präsentation (online bei Slideshare):
Vor ein paar Monaten haben wir selbst die ersten positiven Erfahrungen gemacht – gerade hab ich ein interessantes Interview (mit Kevin Cheng – bekannt durch OK/Cancel) dazu gelesen – welches ich kurz zusammenfassen möchte:
Comics eignen sich eigentlich auf jeder Unternehmensebene zum besseren Verständnis der Ziele, Funktionen und besonders Benutzerinteraktionen einer Website – die Version für den CEO sollte jedoch nicht gerade die schlampigste sein
Ein Comics liest sich noch einfacher als eine 10-seitige Spezifikation und ist dabei meist noch besser durchdacht – weil immer der Benutzer (als Darsteller) im Zentrum steht. Was aber zählt ist: Jeder schaut sich deshalb den Comic an und legt Ihn nicht zuerst zur Seite – so dass alle mit einer sehr ähnlichen Vorstellung vom Ergebnis mit der Arbeit beginnen
Der beste Zeitpunkt ist zwischen Brainstorming und den ersten Wireframes
Möglichst keine Erklärungen unter die Bilder stellen – die Personen sollen in den Sprechblasen Ziele und Ideen formulieren
6 bis 10 Panels sollten ausreichen die wichtigsten Dinge zu vermitteln – bei mehr läuft man Gefahr sich in Details zu verlieren
Man muss nicht auf alles hauen, bloss weil man einen Hammer in der Hand hat… Besonders geeignete Projekte sind neue Features, Web-Applikationen, Produkt-Ideen oder Prozesse. Ausserdem kann mit diesen Comic internes Marketing unterstützt werden.
Wie gesagt haben wir sehr positives Feedback vom Kunden bekommen und dies wird bestätigt. Und natürlich hilft ein kleiner Kniff beim Verkaufen: Es handelt sich hier nicht um Comics – sondern “Conceptual Storyboards”…
Ich kenne nun schon einige Leute mit einem iPhone. Das mit dem benötigten teuren AT&T Vertrag in den USA läuft wie folgt: Ich kauf das iPhone im Laden ohne Vertrag, das Ding ist aber gesperrt. Um es zu nutzen (zu entsperren), schliesse ich es an iTunes an und kaufe mit online einen (teuren) Vertrag bei AT&T.
Einer der stolzen Besitzer, Thomas, konnte das Ding nicht entsperren, da er keine amerikanische “Social Security” Nummer hatte… also entschloss er sich für die “Lösung” des bestens bekannten DVD John. Dieser hatte einen Tag nach dem Verkaufsstart bereits eine Windows-Software auf seinem Weblog, mit welcher ich das Telefon ohne Vertrag aktivieren konnte. Leider ohne Telefonfunktion (wegen dem SIM-Lock), aber sonst läuft das Ding tadellos. Der Post heisst “iPhone Independence Day”. Apple reagierte darauf ziemlich rasch mit einem Update von iTunes (Version 7.3.1) aber na ja, zu spät…
Nun fragen sie sich. Hallo? Ein iPhone ohne Telefonfunktion? Tim (mit “Social Security” Nummer) schätzte, dass es maximal 2 Wochen dauernd würde, bis es einen Hack gegen den SIM-Lock geben würden…
Und heute: “Tata”. Es ist schon fast geschafft. Im iPhone Dev Wiki findet sich mit IASign ein neues Tool, welches den SIM-Lock zwar (noch) nicht ganz aufhebt, es aber zulässt, mit allen AT&T SIMs und somit mit allen Preisplänen zu telefonieren. Auch mit den ganz billigen. Das war es wohl ;-) Es dauerte also keine zwei Wochen und abgesehen davon tummeln tummeln sich die Hacker bereits seit 11 Tagen auf der Kommandozeile von iPhone mit Administrationsrechten. Das root-Passwort heisse übrigens: alpine
Und was sagt uns das? 1) Vergesst endlich die unsinnige Bevormundung von Menschen mit digitalen Schutzmechanismen von Sachen, die nicht geschützt gehören. 2) Unterschätzt ein paar motivierte private Programmierer nicht, die mit Herzblut an der Sache sind und 3) früher waren Microsoft die mit den Sicherheitsproblemen und Apple war fein raus… doch genügend Interesse vorausgesetzt, schafft es auch Apple ganz oben auf die Rangliste. Wer will in die erste Reihe ;-)