Den Internetverkehr weltweit messen

Ein interessantes Projekt welches die Verbindungen zwischen einzelnen Rechnern im Internet misst. Auf den ersten Blick meint man das gäbe es schon, beispielsweise mit dem CAIDA-Projekt, aber die aktuelle Studie ist die einzige welche ab einzelnen Rechnern tatsächlich misst. Alle anderen haben bis anhin Strukturinformationen und/oder Router-Konfigurationen angeschaut.

Bei DIMES installieren (aktuell 12829 Clients) mittels traceroute gewählte Verbindungen zwischen Rechnern. Diese Daten werden dann verarbeitet, beispielsweise auf einem MashUp mit einer Google Map.

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Erste interessante Erkenntnisse finden sich vor allem im Bereich der PeerToPeer-Kommunikation (welche in der Schweiz aufgrund des Routings bei der xDSL-Infrastruktur von Swisscom ziemlich schlecht funktioniert) und im Bezug auf die Stabilität des Internets bei einem simulierten Ausfall zentraler Komponenten.

Das Set der Messdaten ist öffentlich und somit sind viele weitere Anwendungen denkbar. So beispielsweise der 4D Visualizer (inkl. Veränderung über Zeit).

Lotus Notes 8 (Beta 3)

Es ist doch bald einen Monat vergangen, seit die Beta 3 von Lotus Notes/Domino 8 verfügbar ist. Zeit für einen kleinen Bericht über den Standard Client und wie er sich heute präsentiert.
Generell kann gesagt werden, IBM’s Anstrengungen, einen Client (basierend auf “Open-Source Java-based Platform”) als Drehscheibe für die täglichen Arbeiten bereitzustellen, scheint dem Ziel immer näher zu kommen. Nebst dem Lotus Notes Client wurden gleich noch drei “Productivity Editors” mitgeliefert, welche erstmals mit dem IBM Workplace Managed Client mitgeliefert wurden. Es handelt sich dabei um Dokument-, Tabellenkalkulation- und Präsentationseditoren, welche das Open Document Format unterstützen und als Alternative zu Microsoft Office verwendet werden können.

Das Startbild weist bereits darauf hin, dass der Client Eclipse und somit Java basiert ist. Konkret gesagt, Lotus Notes 8 basiert auf Lotus Expeditor, IBM’s universelle “managed-client” Software, welche wiederum Eclipse basiert ist. Schon beim Starten von Lotus Notes 8 wird Eclipse spürbar, es dauert “etwas” länger bis der Client geladen ist…(natürlich ist auch noch viel Debug-Code drin). Aber auf den ersten Blick wird klar, dass sich das Warten lohnt. Das Client-UI wurde komplett überarbeitet (wurde ja schon lange verlangt) und sieht sehr vielversprechend aus. Wir werden folgend nur einige “Handverlesene” Änderungen aufzeigen, da die Liste zu gross ist um jedes Detail zu erläutern.

Home
Anhand der Einstiegseite merkt man schnell, dass da was passiert ist…

… 7.0.2:
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… 8:
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Menu- und Buttons
Sofort fällt einem der “Open”-Button auf, wo sich zentral verschiedene Aktionen ausführen lassen wie z.B. Zugriff auf die Bookmarks, History, Applications, etc..
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Bleiben wir noch einen Moment beim Menu. Wer kennt es nicht: “File – Database – (etc.)”. “Database” wurde jetzt in “Application” umbenannt.
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Bei einigen offenen Applikationen/Dokumente kann bald einmal der Überblick verloren gehen. Dazu gibt es die Möglichkeit, offene Objekte zu gruppieren…
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…oder über die Funktion Thumbnails das Objekt wieder zu finden.
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Mail
Mail, Kalender und Kontakte sind neben dem generellem Client-Framework komplett überarbeitet worden, sowohl das UI als auch die Funktionen.
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Ausführlichere Informationen (in Englisch) gibt es in den developerWorks.

Ein interessantes Feature ist die Thread-Funktion. Wenn in einer Zeile vor dem Subject ein Collapse-Icon erscheint, hat es mehrere Dokumente zum Mail.
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Ein Klick darauf öffnet den ganzen Thread. So sieht man alle zugehörigen Mails.
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Ein weiterer Klick in die Statuszeile markiert den ganzen Thread.
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Jetzt nur noch in einen Folder verschieben, löschen, oder…

Was länge währt…… eine Funktion wurde endlich eingebaut, die schon seit Jahren auf der Wunschliste stand (vorallem von ehem. Host-Mail Benutzern, z.B. MEMO…). Ein bereits versandtes Mail kann wieder zurückgeholt werden, sofern es nicht bereits gelesen wurde. Bedingt aber, wie für weitere Server-basierte Funktionen, einen Lotus Domino 8 Server.

Kalender
So präsentiert sich der Kalender:
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Es kann eingestellt werden, ob Meeting-Einladungen als “Ghosted” sichtbar sein sollen, auch wenn diese noch nicht beantwortet wurden. Sehr nützlich um den Überblick zu haben.

Preview
Lässt sich entweder so…
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…oder so platzieren.
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Sidebar
Die Sidebar ist der ideale Ort um Plug-Ins zu nutzen. Installierte Plug-Ins sind z.B. Sametime, Activities (ideal im Zusammenhang mit Lotus Connections) oder RSS-Reader. Die Feeds können sehr einfach verwaltet und gelesen werden.
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Preferences
Und wo werden jetzt alle die Einstellungen verwaltet? Denken wir an Sametime, Notes Client, Mail, Toolbar, etc. Die Preferences wurden alle (mit Ausnahme der Out Of Office) in einem Dialog zusammengefasst (Eclipse sei Dank…).
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Fazit
Es sieht wirklich so aus als ob es IBM/Lotus verstanden hat, was wir wirklich brauchen. Einen Client der auf offenen Standards basiert, via Plug-Ins eigene (Nicht-Notes) Applikationen implementieren lässt, Funktionen so einbaut wie wir Benutzer sie verwenden wollen, unsere Investitionen schützt indem die bestehenden Notes Applikationen weiterhin unterstützt werden.

…und totgesagte leben länger… ;-)

Was ist Barrierefreiheit? – ein alt-Attribut erklärt es

Falls jemand noch nicht wissen sollte wie sich Barrierefreiheit visualisieren lässt, der schaue sich das alt-Attribut eines namhaften deutschen Küchengeräte Herstellers an, der mit einem speziellen Link eine barrierefreie Zusatzpräsenz anbietet:

Für die bessere Lesbarkeit noch als Plain-Text: Bild symbolisiert Barrierefreiheit, in dem ein Mädchen über die Mauer schaut, andere Personen drehen uns den Rücken zu.

Hätten Sie gedacht, dass das Barrierefreiheit ist? Ich war mir dessen bis jetzt unklar….

PS: Ein DANKE an meinen Kunden von der Zürcher Kantonalbank, der mich auf dieses exzellente Beispiele zum Thema Sinn und Unsinn von alt-Attributen hingewiesen hat.

Mobile Web 2.0 – wer hat’s erfunden?

Langsam pfeiffen es nicht mal mehr die Spätzen von den Dächern. Das mobile Web 2.0 hat sich etabliert. Oder soll ich besser sagen, das Web 2.0 wird mobil? In der Tat kommen nicht viele Innovationen aus der Telekom-Industrie.

Zuerst aber mal zu den Web 2.0 Firmen, die mobil werden. Es sind dies Yahoo, Google, Microsoft, Youtube, Skype, Orb und andere. Keiner stellt sich die Frage, ob diese Dienste auch mobil genutzt werden. Ein Indikator für die Entwicklung, ist ie steigende Nutzung von browserbasierten Diensten. In den UK waren es im März 2007 bereits 15.52 mio Benutzer auf Monatsbasis. Dies entspricht, je nach Interpretation einer Durchdringung von 25 – 30% der der aktiven Benutzer.

Auch die Browserhersteller haben nochmal einen Gang höher geschaltet. Opera hat eine neue Mini-Variante in einer Beta-Version publiziert (Opera Mini 4 Beta). Microsoft hat einen mobilen Browser mit dem Namen Deepfish in der Entwicklung und Nokia hat den mobilen Smart Phone Browser auf Basis der Safari-Browser-Engine bei den zahlreichen neuen Mobiltelefonen vorinstalliert.

Was macht nun aber die Telekomindustrie? Auf jeden Fall kann man sagen, dass nun langsam “schlaue” Browser installiert sind, die es ermöglichen ein breites Angebot an Diensten zu nutzen. Auf der anderen Seite versuchen Platzhirsche, wie Nokia Anwendungen und Funktionen auf dem Markt zu pushen, die es der Internet-Industrie ermöglichen soll, in die mobile Welt einzusteigen (oder doch ihre Geräte besser zu verkaufen?). Einige Beispiele sind die Such – und Mapping-Software von Nokia oder die Nokia Widgets. Bis jetzt wurden solche Anwendungen noch kein Renner.

Es sind vielmehr die Internet-Firmen, die zum Treiber der mobilen Nutzung werden. Dies haben die Mobilfunkkonzerne auch herausgefunden und werben nun mit den einschlägigen Brands. T-Mobile wirbt mit dem “web’n'walk” Tarif und E-Bay. 3 Wirbt mit dem X-Series-Tarif mit Skype, E-Bay, Yahoo, Google und anderen. Die Telekoms möchten also mit dabei sein, wenn die Nutzerbasis sich verbreitert. Jedoch ist der mobile Internet-Zoo immer noch tariflich von den wilden Tieren im Internet draussen durch Tarife-Pakete abgegrenzt.

Wer hat’s nun erfunden? Niemand; es gibt alles schon. Na dann; viel Spass im mobilen Web 2.0 Zoo!

Veröffentlicht unter Mobile

Fussangeln 2.0 – Technische Herausforderungen bei der Interaktivität

Leider ohne Jürg Stuker (er ist auf dem Weg zwischen Basel und Freiburg in Stellwerkstörungen verloren gegangen) habe ich heute einen Vortrag mit dem Thema “Fussangeln 2.0 – Technische Herausforderungen bei der Interaktivität im “neuen” Web am 6. Kongress Barrierefreies e-Government gehalten. Der Kongress Barrierefreies E-Government wird vom ZGDV (Zentrum für Graphische Datenverarbeitung) in Kooperation mit WEB for ALL am Fraunhofer Institut durchgeführt.

Hier ein Übersicht über die Beiträge:

  • Barrieren im Web 1.0 und 2.0: Anna Courtpozanis & Brigitte Luckhardt, WEB for ALL
  • Barrierefreiheit 2.0: Behinderung ist die mangelnde Fähigkeit, mit schlechtem Design umgehen zu können: Tomas Caspers, freier Berater
  • Fussangeln 2.0 – Technische Herausforderungen bei der Interaktvität im “neuen” Web: Luzia Hafen, namics ag
  • Accessible Rich Internet Applications (ARIA) – Ein neuer Standard des W3C zur Barrierefreiheit von Web 2.0 Anwendungen: Dr. Gottfried Zimmermann, Access Technologies Group
  • Barrierefreiheit und TYPO3: Andreas Storch, + sinngemaess GbR
  • Virtueller Hürdenlauf – AJAX und Co. auf dem Prüfstand: Ansgar Hein, anatom5 perception marketing
  • Barrierefreies Internet mit Papoo: Carsten Euwens, Papoo Software
  • Südwestrundfunk SWR baut Web-Barrieren ab: Rainer Schlegel, agentur 52eins
  • Warum Gehörlose Menschen in besonderer Weise vom Web 2.0 profitieren: Arne Ohlsen, enteraktiv Gesellschaft für barrierefreie IT-Lösungen mbH, Ralph Raule, Gebärdenwerk
  • AJAX-Formulare im Bürger-Service: Komfortabel UND barrierefrei?: Jan Schwate, freier Berater

Mein Vortrag geht auf die Probleme ein, die beim Einsatz von AJAX auftreten können. Gleichzeitig werden Zwischenlösungen präsentiert und ein Ausblick geboten, wie sich Barrierefreiheit und AJAX miteinander kombinieren lassen. Ein Exkurs geht zum Schluss auch auf den Einsatz von Flash und PDFs ein.

Download Vortrag Fussangeln 2.0 – Technische Herausforderungen bei der Interaktivität im “neuen” Web [pdf, 351 KB]