Donnerstag, 10. Mai, JavaOne 2007
Heute habe ich die längere Mittagspause nochmals richtig nutzen wollen um im JavaOne Pavilion die vielen Stände der Aussteller abzuklappern...
ESRI
Am meisten Zeit habe ich dabei bei ESRI verbracht, der Anbieterin der Mapserver Architektur ArcGIS. ArcGIS besteht aus den drei Layern Applikationen (Desktop, Server, Mobile), dem Developer Layer (dort findet man die so genannten ArcObjects) und dem Datenlayer (mit Daten von zum Beispiel Tele Atlas oder Navteq).
Mapping Dienstleister verfügen oftmals nicht über einen selbst entwickelten Mapserver, sondern bieten Lösungen mit weiterentwickelten Produkten wie eben diesem ArcGIS an. So ein Mapserver verfügt - neben dem Visualisieren der Mapdaten - auch über Funktionen wie etwa Routing oder Umkreissuche. Hat man einen solchen ArcGIS Server zur Verfügung, wurden mir zwei Möglichkeiten vorgeführt wie man diesen verwenden kann (natürlich gibt es noch mehrere).
Einerseits kann man sich in die Admin Oberfläche des Mapservers einloggen und einen Wizard "Create new map" starten, der einem in wenigen Schritten den verfügbaren Kartenausschnitt, den Maptyp, die verfügbaren Actions (Stichwortsuche, Routing etcetera) und Datensets auswählen lässt. Ist der Wizard beendet, liegt eine Webapp vor die auf dem selben Server oder - nach dem Herunterladen des WAR Files - auf einem anderen Server deployed werden kann. Oder man erstellt seine Map mit einem WYSIWYG Editor der ein JSP mit JSF Tags generiert. Die vom ESRI Mitarbeitenden "selbst generierte" Map liess einem auf dem Stadtgebiet von Bagdad Start- und Zielort von Militärkonvoys setzen, worauf der Mapserver eine Route "um gefährliche Gebiete herum" vorschlug. Ausgewählt werden konnte auch der Fahrzeugtyp, so hätte der Mapserver bei Panzern etwa andere Strassen gewählt als bei kleineren Patrouillenfahrzeugen.
Auch von ESRI gibts es Developer Ressourcen, namentlich das "ESRI Developer Network (EDN)". Damit kommt man an Ressourcen um eigene Maps in Desktop- oder Webanwendungen zu integrieren. Leider gibt es das nicht kostenlos, die jährliche Gebühr beträgt USD 1500.-.
Ein ganz interessantes Produkt von ESRI ist "ArcWeb Services 2006", damit lassen sich eigene Maps mittels unterschiedlicher APIs (SOAP, REST, JavaScript und anderen) Maps in die eigene Anwendung integrieren. Auch dieses Angebot ist aber nicht gratis.
Googles Web Toolkit
Am Stand von Google wurden neben dem Verteilen eines Merkblatts für eine allfällige Bewerbung und der Visitenkarte eines Recruiters auch Google Checkout und der brandneue "Google Web Toolkit" vorgestellt. Leider fiel eine angekündigte Demonstration des GWT wegen zeitweiliger Netzwerkprobleme ins Wasser. Kurz beschrieben bietet der GWT dem Java Entwickler die Möglichkeit OHNE Javascript Kenntnisse Ajax Applikationen zu erstellen. Dazu kommt GWT mit einer Fülle vorgefertigter Elemente die vom Entwickler einfach in dessen Anwendung integriert werden können.
Weitere Aussteller
Des weiteren war ich noch an den Ständen von SoftwareFX, wo man mir eine CD mit "Chart FX for Java" überreichte, bei Interface21 (bei der Verlosung von Büchern und eines TomTom ging ich leider leer aus), Terracotta (da suchte ich - entgegen anderslautender Ankündigungen - vergeblich nach jemanden der sich gut mit DWR auskannte), Canoo aus Basel (der Anbieterin von ULC, wo sich der Herr am Stand an Jürgs Blogeintrag erinnert hat, einem Framework für die Entwicklung von GUIs für "Java Rich Internet Applications"), Altova (der Herstellerin von XMLSpy), der Eclipse Foundation (Version 3.3, "Europa", folgt im Juni), der java.net Community, beim freundlichen Spielzeugroboter WowWee und IBM, wo ich mir ein Tool für Data modelling zeigen liess.



