Web Analytics: Geballte Wissensladung

In ein paar Minuten beginnt die Fachtagung von namics zum Thema Web Analytics. Hier die Handouts in elektronischer Form.

> Downloads

- Web Analytics: Vom Datenfriedhof zum erfolgsorientierten Steuerungsinstrument [pdf, 830KB] Jürg Stuker, namics ag

- Analytics richtig nutzen und interpretieren: Besucherfluss-, Prozess- und Klickanalysen [pdf, 3,2MB] Rebekka Stüdli / Philipp Ebneter, namics ag

- Den Erfolg der Website steigern: Konversionen, Kampagnen- und ROI-Tracking [pdf, 5,5MB] Marco Hassler, namics ag

- Wie setzt V-ZUG Web Analytics ein [pdf, 4,1MB] Beat Kluser, V-ZUG

- Analytics im täglichen Gebrauch: Tipps für die Praxis [pdf, 7,4MB] Jürg Stuker, Marco Hassler, namics ag

Botschaft an den CEO: Scrum und XP sind für Euch

Über die letzte paar Monate habe ich diverse Beiträge über Scrum veröffentlicht, aber noch nicht so richtig in Text-Form erklärt, was Scrum eigentlicht ist und warum man es braucht.

Mein namics-Kollege Jean-Pierre König, hat neulich einen Blog zum Thema Scrum gestartet und hat auch eine Reihe von Artikeln als Gast-Blogger über Scrum verfasste: Was ist Scrum, wie funktioniert Scrum und warum sollte man Scrum einsetzen?

Dies hat mich motiviert, wieder mehr über Scrum zu schreiben. Mit den nächsten paar Einträge möchte ich auch diese Themen aus der Perspektive vom Management beleuchten, warum Scrum und XP von strategischer Bedeutung sind.

Die Herausforderung, komplexe System zu bauen

Jeder Projektleiter wird mit dem Teufelsquadrant konfrontiert. 4 Parametern: Qualität und Funktionalität (also Umfang) sowie Termine und Preise (bzw. Aufwand). Es gilt die ersten 2 zu maximieren und die anderen zu minimieren. Je grosser das Projekt, um so mehr trägt der Projektleiter die Verantwortung, ja geht sogar persönlichen Risken ein.

Geht das Projekt schief, werden nicht nur Ressourcen vergeudet, sondern das menschliche leidet sehr stark, ja der Ruf des Projektleiters oder gar die beteiligten Firmen hängen davon ab, ob das Projekt erfolgreich wird oder nicht. Im Fall des Supergaus wollen Auftraggeber und -Nehmer gar nicht miteinander reden. Das Zwischen-Menschliche wird zum Hinderniss — als erstes muss man den Vertrauensbasis wieder herstellen.

Und troztdem, die Studien zu folge, ca 50% aller Projekten haben Probleme mit den Teufelsquadrant. Auch bei den erfolgreichen Projekte, werde 2/3. der entwickelten Funktionalität selten bis gar nicht benutzt.

Also grob geschätzt, 2/3 des investierten Aufwands hätten gesparrt werden können.

Warum wird so viel unnötige Funktionalität produziert? Das hat mehrere Grunde:

  • Kunden werden regelrecht erzogen, dass Funktionalität, die man fruh im Projekt spezifiziert, günstig ist, bzw. dass Aenderungen teuer sind.
  • Change happens – also Aenderung kommen, und die eingesetzen Methoden werden schwer heraugefordert, bei den Aenderungen mitzuhalten.
  • Es ist schwierig herauszufinden, was die Kunden bzw. Benutzer wirklich wollen und brauchen.
  • Software rapide und flexible zu entwickeln braucht entsprechende Engineering Practice und Technologie.

Ohne diese Methodik und Infrastruktur sind Aenderungen doch teuer, also doch lieber zu viel specifizieren als zu wenig. Aber das muss nicht sein.

Scrum stellt ROI im Vordergrund. Man entwickelt nur weiter, wenn es dem Geschäft tatsächlich mehr dient als es ihm kostet.

Scrum vermeidet eine über-Verplannung sowie die frühseitige Verpflichtung auf Funktionen, die evtl. gar nicht nötig sind. Man arbeitet an Sache, die von hoher Priorität sind und eindeutig sind, und wartet auf Abklärungen, Verhandlungen und Vereinfachungen von Sachen, die kompliziert oder nicht eindeutig sind.

Scrum vermeidet ein Mikro-Management der Arbeit und definiert wenige Instrumente, schreibt aber den Arbeitsablauf und Spielregeln genau vor.

Die Arbeit wird in so genannten „Sprints” oder Arbeitseinheiten von 2 – 4 Wochen aufgeteilt. Nach jedem Arbeitstakt soll eine für die Business-Einheit nützliche Funktionalität produziert werden, welche produktiv eingesetzt werden könnte.

Die Hauptvorteile dieser Methodik liegen darin, dass:

  • nach einer ersten Aufbauphase ist man nie mehr als 30 Tage von einer potenziell einsetzbaren Version entfernt: ein Gesamtversagen ist fast ausgeschlossen.
  • Jeder Arbeitsschritt hat einen positiven ROI: Funktionalität, welche eingesetzt werden könnte.
  • Team und Auftraggeber sind bestens positioniert, um auf neue Informationen sowie ändernde Prioritäten und funktionale Änderungen zu reagieren. Probleme werden rasch erkannt und ausgeräumt.

Grundsätzlich gilt bei dieser Rythmus: Plan -> Do -> Demo -> Improve.

Die Planung erfolgt in gegenseitigem Einverständnis vom Kunden bzw Produkt-Owner und das Team. Allfällige unterschiede zwischen Wünsch und Realität werden hier beseitigt. Nachher kann man “in Ruhe” arbeiten. An den Auftrag wird nichts mehr geändert, bevor der nächsten Sprint startet. (Da der Sprint nicht zu lang ist, hat man den Auftrag auch nicht vergessen oder modifiziert). Dann wird vorgeführt.

So verbessern sich die Termin-Treue, die Spezifikationstreue und der Vertrauensbasis.

Ein besondere Eigenschaft von Scrum ist das institutionaliserte Scrum-Retrospective. Nach jedem Sprint treffen sich Team und Scrum-Leiter und fragen sich:

  • was haben wir erreicht?
  • was war gut?
  • was war verbesserungswürdig?
  • was soll unternommen werden?

Als Scrum-Leiter kann ich bestätigen, dass diese Sitzung für den Scrum-Leiter sehr unangenehm sein kann. Aber Transparenz ist wie Schönheit, schmerzhaft, aber erstrebenswert). So entwickeln sich die Prozessen, zwar inkrementell, aber konstant. Uber Monate und Jahren kann das zu erheblich positive Wirkungen auf die Produktivität führen.

Nächster Beitrag – warum funktioniert Scrum und wer setzt es ein?

Don’t eat wax, foil, or cloth

Tipps aus Amiland vermögen mich als Europäer immer wieder zu erstaunen…

Ein gut gemachter Online Shop für Lebensmittel in den USA: www.freshdirect.com Verdankenswerter Weise gibt es auch Tipps, so beispielsweise das “Käse 101″.

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Also lese ich darin lauter Sachen die ich weiss, seit ich ein Kind bin. OK: Dank an meine Eltern… Um aber auf den letzten Tipp beim Thema “Käserinde” zu kommen, muss man wohl einen ziemlich “betrunkenen” Workshop gemacht haben: Don’t eat wax, foil, or cloth.

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Na ja und bitte auch keine Hunde im Mikrowellenherd trocknen.

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Rich Internet Applications: Adobe gegen Microsoft

Der Browser als universelle Applikationsplattform (rich interactive applications = RIAs) resp. die Kombination von Technologien wie in AJAX, Adobe Flex / Apollo, Microsoft Silverlight (vormals Windows Presentation Foundation Everywhere) u.v.a.m. sind stark am kommen. So auch von uns als Top 10 Standard für 2005 “vorausgeraten” (2007 ist hier ;-).

Weltweiter Vorreiter in diesem Thema war übrigens die Basler Firma Canoo mit ihrem ULC… Canoo macht an der iEX-Orbit am 22. Mai auch ein Seminar dazu.

Weshalb plötzlich der Post? Das Rennen um Kunden beschleunigt sich grad und das Thema ist bereits so “gross”, dass das Wallstreet Journal heute ausführlich darüber berichtet: Microsoft, Adobe Set: A Collision Course on Web.

Adobe hat hier einen schönen Case vorgezeigt: Eine Desktop eBay Client mit RIA-Funktionen und auch lokaler Datenspeicherung.

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Gezeigt wurde das Ding live der DEMO 07 Konferenz durch Mike Downey und das Video ist sehenswert inbs. wie eBay weiterdenkt. Alan Lewis (eBay Technical Evangelist) bestätigte zudem auf TechCrunch die Verfügbarkeit einer Testversion in “a few weeks”.

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Google Maps in Hamburger Hochbahn

Da schau her: Google Maps gibt es nun auch in der Hamburger Hochbahn (HVV). Kurz vor dem Halt in der nächsten Station wird ein Ausschnitt von dieser eingeblendet, wie bei Google Maps üblich ergänzt mit dem ein oder anderen Shop oder Restaurant etc. Sieht rattenscharf aus (schärfer als auf meinem Bild jedenfalls) und ist sicherlich besser als die Sachen, die es zuvor gab. Zuvor gab es immer bloß ein Bildchen von irgendeiner Kachel oder einer Lampe, die sich in der jeweiligen Station befand, und die waren vor allem für Touristen sicherlich nicht sooo hilfreich.

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namics Hamburg befindet sich übrigens weiter links von der Station Messberg. Lustigerweise ist aber auf der Karte diese Station gar nicht zu finden. Diese (und andere) sollte Google vielleicht noch schnell einbauen; da wird man in der Bahn derzeit etwas besser informiert. :-)