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01
Mär
Zuviel Klicks und zu häufig
gepostet von Jürg Stuker am 01.03.2007 um 19:30

Das wichtigste (einzige) Geschäftsmodell von Google sind Textanzeigen, bei welchen der Werbetreibende pro Klick auf die Werbung bezahlt. Gegenüber anderer Werbeformen, welche einfach so "da sind" (und sich ein Berater dann den Mund bezüglich dem gigantischen Nutzen wund redet), war das eine wichtige Innovation. Dazu kommen noch weiter Aspekte wie die Möglichkeit die Textwerbung auf Stichworte, Seiteninhalt (bei AdSense), Geographie sowie andere Merkmale bei der Schaltung. Natürlich nicht nur bei Google...

Da Google (und die Websites, welche Google-Anzeigen weiter verbreiten) nur Geld verdienen, wenn auch gelickt wird, liegt es nahe, dass die Anzahl (resp. die Qualität) der Klicks in den Fokus rückt. So kann ich einem Mitbewerber Kosten "zufügen" resp. ihn aus der Auktion verdrängen, indem ich häufig auf seine Anzeigen klicke. Das Problem nennt sich "Click Fraud" (Klick Betrug) und dazu wurde schon sehr sehr viel geschrieben und gerätselt. So auf der Titelseite von Business Week, bei Wired oder auch der Sicherheitsexperte Bruce Schneier. Und an tausend anderen Orten.

Interessant und für Google unüblich ist, dass sie nun in die Offensive gehen und aktiv darüber informieren. So beispielsweise heute auf dem offiziellen AdWord Blog mit "Invalid Clicks – Google’s Overall Numbers".

Die Kernaussage (die es zu validiern gilt) ist: Rund 10% aller Klicks sind faul und werden von Google in Echtzeit oder durch eine offline Analyse als ungültig erkannt und dem Werbetreibenden nie verrechnet. Nur 0.02% (nach Aussage von Google) werden nachträglich als ungültig gemeldet und danach von Google (reaktiv) analysiert und gutgeschrieben.

Balkengraphik von Google welche die Aufteilung gültig und ungültig zeigt

Was Google nicht weiss und kaum sagen würde ist die Anzahl der falschen Klicks die der Werbetreibende bezahlt, weil niemand reklamiert. Und natürlich die Vantiy-Klicks (ich klicke aus Freude / Eitelkeit auf meine eigenen AdWords ;-.)


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KOMMENTARE

Ich glaube das alles garnicht. Ich denke die Zahlen liegen viel höher. Mir ist auch nicht ganz klar wie G die Sache in den Griff bekommen will oder weisst Du welche Daten mit dem Klick übergeben werden. Ist doch nur die IP oder ? Gerätecode mit zu übergeben wäre wohl nicht ganz legal. Hast Du das mehr Infos ?

gepostet von yankee am 02.03.07 05:55

Der Browser sendet bei einem Klick an Google das übliche: Die IP und einige HTTP Headers wie z.B. ein Cookie (falls erlaubt).
Das System ist schon so schlau, dass es nach einem Klick auf einen Link denselben nicht nochmals anzeigt. So einfach machen Sie es den Klickbetrügern nicht.
Aber mit Proxy-Farmen, Onion-Routing und Trojanern kann ich mir nicht vorstellen, wie Google dieses Problem technisch lösen soll...

gepostet von Stephan Schmid am 02.03.07 19:34

Ich meine der Fall hier liegt ähnlich wie bei den Diebstahlversicherungen für Fahrzeuge und den Autherstellern... Beide brauchen Diebstähle für das Geschäft. Was technisch möglich wäre ist nicht so wichtig, auch wenn es sicherlich ein paar Überlegungen für einen besseren Schutz gäbe.

gepostet von Jürg Stuker am 05.03.07 21:08

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