Die Welt bekommt einen neuen Takt.
Die Briten habe es mit dem Daily Telegraph vorgemacht, die Amerikaner davor natürlich auch, im Internet zählt die Geschwindigkeit, folgerichtig müssen die News-Schalzentralen (News Room) entsprechend getaktet werden. Neu erscheinen Nachrichten zuerst online, eben 'Web first'.
(Nebenbei, mit "News zuerst ins Internet" ist nicht copy/paste von Agenturmeldungen gemeint.)
Das ist nüchtern betrachtet logisch und unspektakulär, jedoch in der Zeitungslandschaft ein mittleres Unterseebeben.

Nach den Angelsachsen hat man dies nun auch in Deutschland erkannt, 'Die Welt' hat in diesen Tagen nicht nur vordergründig ihre Website umgebaut, sondern hat sich radikal dem 'Web first' Diktat verschrieben, nicht zuletzt, um wieder Anschluss an den unangefochten Leader Spiegel Online zu finden. Der Spiegel, macht das schon seit Ewigkeiten so, mit ein Grund für die Spitzenposition.
Und, wo steht man in der Schweiz? Richtig, da wird noch etwas gezögert. Da gilt die Devise 'Web second'.
Ein guter Artikel zu diesem Thema war in der SonntagsZeitung vom 11. März 2007 zu finden:
"Die Welt steht Kopf. Die Berliner Tageszeitung 'Die Welt' setzt auf Web first: Alle Nachrichten erscheinen zuerst online"
SonntagsZeitung_Multimedia_11MAR07.pdf
Gute und unpathetisch geschriebene Beurteilung, leider nicht online verfügbar, tja, da gilt nicht der Ansatz 'Web first', sondern 'Web gar nicht'.



