Die Schweiz hat zur Zeit ca. 7 mio Mobilfunknutzer, bzw. aktive SIM-Karten. Die meisten Besitzer einer solchen SIM-Karte nutzen das mobile Gerät lediglich zum Telefonieren oder zum SMS’len. Seit ein paar Monaten sind UMTS und EDGE Phones zu erschwinglichen Preisen verfügbar und die Abedeckung der mobilen Breitbandnetze (http://www.umts.ch/index.php?option=com_content&task=view&id=69&Itemid=67) nimmt kontinuierlich zu.
Wie viele Endnutzer wagen sich in die mobile Internet-Welt? Einen aktuellen Hinweis für die Penetration oder die Reichweite, wie man in der Medienbranche sagt, hat Heute sunrise veröffentlicht (sunrise Medienmitteilung vom 22.02.2007). Auf dem sunrise Netz, das eine Kombination aus einem schweizweiten EDGE-Netz und UMTS-Hotspots in den Städten ist, nutzen aktuell 374’000 Nutzer min. einmal pro Monat den mobilen Datenkanal. Dies sind ca. 27.5 % der sunrise Mobile-Nutzer. diese Nutzerbasis nutzt entweder eine Datankarte oder ein Mobiltelefon. Die Frage ist nun, wieviele Datenkarten im Umlauf sind. Da das mobile Breitbandnetz von sunrise vor fast 12 Monaten dem Markt geöffnet wurde (sunrise Medienmitteilung vom 21.11.2005), sind die mobilen Datenkarte eine Teilmenge der 94’000 neuen Kunden. Wenn wir mit 50% rechnen und grosszügig sind, können wir mit ca. 50’000 Datenkarten-Nutzer rechnen.
Adam Riese: Ergibt 324’000 Nutzer, die vom Mobiltelefon aufs Inernet zugreifen (oder das Gerät als Modem nutzen). Dies entspricht 23.4 % aller sunrise Nutzer. Aufgrund von Informationen aus dem nahen Ausland ist diese Zahl realistisch. In Grossbritanien sind es momentan ca. 16 mio (http://www.text.it/mediacentre/wap_figures.cfm) mobile Internet-Nutzer auf Monatsbasis; das entspricht 24.6 %. Bingo!
Fazit: Ein Viertel der Mobilenutzer nutzt mobiles Internet!
Wie sieht es mit der Zukunkft aus? In Japan greifen 55% der Nutzer einmal pro Tag auf das mobile Internet zu (http://www.tecchannel.de/news/international/442785/). Natürlich unter leicht anderen Rahmenbedingungen.









Interessant ist dass im CH-Markt +/- 60% aller Handys über direkten mobilen Internetzugang (XHTHL-Browser) verfügen, respektive Ausgestattet sind.
Die Datenverkehrsgebühren für den Handy-Nutzer sind jedoch im Gegensatz zu Flatt-Fee-Angeboten wie in Asien oder von 3 sehr hoch. Je nach MNO fallen da hohe Kosten an.
http://www.swisscom-mobile.ch/scm/prv_optionen_datenuebertragung-de.aspx
http://www.sunrise.ch/mobilesbreitband_paketeundpreise
http://www.orange.ch/pricesservices/services/dataAccess?ts=1169544828158
Wann bringen die CH-MNO’s hier transparentere und tiefere Preise für den Enduser? Könnte ja den ARPU beflügeln.
Gruss – Howie
60% der Handsets ist eher eine tiefe Zahl. Die WML-Only-Phones sind sicher unter 10% und Full-HTML 4.01/JavaScript 1.5/CSS 1.0,2.0-Phones sind sicher nicht über 10%. Das würde bedeutet, dass ca. 80% aller Phones XHTML-fähig sind. Tendenz sinkend.
Zu den Daten-Tarifen. Die werden mit der Verbreitung von HSDPA-fähigen Phones sinken. Siehe Beispiel E-Plus (Mobile Daten-Optionen E-Plus). Ich denke die Preise pro Megabyte werden in den nächsten 12-24 Monaten durchschnittlich um den Faktor 5-10 runter.
Gruss, Martin
Werden normale MMS hier nicht auch zu den Datendiensten gezählt? Der Transport läuft dort ja auch über GPRS.
@ Martin
Du hast recht Martin. Ich gehe das ganze immer Konservativ an, da man ja oftmals keine verbindlichen Zahlen erhält.
Es wäre toll wenn die MNO’s diese Datengebühren senken würden. Es würde 3rd-Parties viele neue Biz-Möglichkeiten ermöglichen, die vom Enduser nur genutzt werden, wenn dieser Transparenz und Trust hat. Somit würde der ARPU in- und direkt steigen. Hoffentlich geht es nicht solange, wie das ganze Internet-Bandbreiten-Zugangs-Biz (Modem vs. fixe Bandbreite) wie es heute möglich ist).
Gruss – Howie
Die MMS Nutzung läuft über einen seperaten Gateway und kann grundsätzlich getrackt werden und separiert werden. Ich meinte zu wissen, dass die aktive MMS-Nutzerbasis um einges höher ist als 25%.
Ein weiteres Argument, das für diese Theorie spricht, ist die Tatsache, dass der Daten-Umsatz bei bspw. sunrise sich vervierfacht hat. Es scheint also eine Dynamik abseits von MMS zu geben.
wie viele benutzer nutzen die horrend teuren schweizer datendienste unfreiwillig, weil sie vor lauter branding der benutzeroberfläche ihrer handys die falsche funktion anwählen oder unverhofft online gehen, weil buttons irreführend beschriftet sind?
per handy online zu gehen ist heute in der schweiz noch eine funktion für reiche und solche, die es sich vom arbeitgeber bezahlen lassen.
Da hat sich in den letzten Monaten einiges geändert.
Es gibt mittlerweile mobile Datentarife und sogar Flatrates, die erschwinglich geworden sind:
http://www.mobiledsl.ch/chde-mobile-dsl.htm