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16
Nov
Spam-Verfolgung mit Gmail oder Todo-Listen
gepostet von am 16.11.2006 um 22:00

Oft genug haben wir es schon erlebt: man gibt bei einer Registrierung seine Email-Adresse an, und irgendwann bekommt man Spam. Meine Adresse ist also verkauft oder geklaut worden.

Bei Gmail habe ich eine Email-Adresse in der Form username@gmail.com bzw. username@googlemail.com - diese lässt sich jedoch beliebig erweitern. So kann ich z.B. bei einer Registrierung das Folgende angeben:

username+amazon@gmail.com

Gmail erkennt, dass alles was sich links vom '+' befindet der Benutzername ist, der Rest wird ignoriert aber trotzdem komplett gespeichert. Erhalte ich dann unerwünschten Spam in meiner Inbox, kann ich mir via Options anzeigen lassen an welche Adresse der Spam geschickt worden ist. Und somit weiss ich zumindest wo mit Email-Adressen nicht umgegangen wird wie es sein sollte.
Weiter kann ich in der Gmail Suche nach username+amazon suchen und erhalte alle Mails die je an die Adresse gegangen sind.

Mit diesem Trick kann ich Services wie BugMeNot meiden.

Und in Kombination mit der Greasemonkey Extension und dem dazugehörenden Labelhighlighter lassen sich ebenso einfach Todo-Listen in Gmail realisieren. Man schickt sich einfach selbst eine Mail mit dem Anhängsel +todo, laesst diese Mails automatisch per Rule taggen und kann das Tag danach farblich hervorheben. Mit +todo1, +todo2, etc. und entsprechenden Labels kann man sogar eine Priorisierung der Tasks erreichen.


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KOMMENTARE

Dafür sollte ich (wir) dich küssen! Der Tipp ist Gold wert! Vielen Dank auch. Ich wusste echt nicht, das man das mit den "+" machen kann. ToDo Listen im Mail sind zwar nicht mein Ding, aber probieren werd ich's sicher...

gepostet von Milos am 17.11.06 07:53

Manueller TB: [...] Es geht auch mit Yahoo! Mail, und zwar mit sogenannten Wegwerf-Adressen. [...]

gepostet von Frank Hamm am 17.11.06 08:50

Geht auch bei fastmail.fm, dort ist es irgendwas@username.fastmail.fm

Dumm nur das die meisten Spam-Listen immer noch die Mailadresse aus meiner Internet-Steinzeit verwenden. Auf den Wegwerf-Adressen krieg ich zwar ab und zu unerwünschte Mails, aber das ist meist "reguläre" Werbung (Hallo Adobe und ACDSee).

Zwei Nachteile der Wegwerf-Adressen:
1) Bei den Varianten wo der Username drinsteht reicht eine einfache RegExp um die Spamliste zurechtzubiegen und es ist nur eine Frage der Zeit bis die SpamBots gleich selber tun (die Gefahr besteht IMO insbesondere bei bekannten Services wie GMail).
2) Bei vielen Services wird die Mail-Adresse als Login verwendet. Neben dem Passwort-Vergessen Problem (das viele irgendwann mit einem Standard-Passwort(-Schema) für nicht-kritische Services lösen) gibt es nun das Username-Vergessen Problem, da kann man sich dann nicht mal eine Mail schicken lassen :-/

gepostet von Adrian Studer am 17.11.06 09:14

Ich mach das gleiche mit der eigenen domain. Einfach eine catchall/wildcard einrichten und dann Adressen àlà namics@domain.com benutzen, welche leicht gefiltert werden können.

gepostet von Colin am 17.11.06 12:17

Schön, dein Artikel. 2 Fragen:

- Denkst Du nicht auch, dass Adress-Sammler mit eben dieser Erweiterung umzugehen wissen und etwa folgendes machen:
$output = preg_replace("/\+[^@]+/, //, $input) ?

- 5h vorher hab ich diesen artikel bereits bei lifehacker.com gelesen - kennst du diesen blog?

gepostet von look am 17.11.06 13:14

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