Weshalb ist anmelden schnell und abmelden nicht?

Zur Zeit melde ich alle E-Mail Newsletter ab. Sozusagen ein Test, ob man die Dinger auch wegkriegt… irgendwie nahm die Anzahl (unerwünschter) E-Mail Newsletter in den letzten Wochen erschreckend zu. Die Meldungen (und Abwehrtaktiken wie “double unsubscribe”!) sind ziemlich spannend.

So stelle ich auch bei der Financial Times eine gewisse Asymmetrie fest. Anmelden geht unmittelbar und beim Abmelden (von einem E-Mail Newsletter!!) bittet der Verlag um 10 Tage Geduld. Komisch.

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PS. Irgendwie wie beim Wechsel des Fixnet-Anschlusses in der Schweiz. Sehr asymmetrisch ;-)

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Pagerank Update bei Google

So wie es aussieht rollt Google im Moment ein Update ihres Pagerank Algorithmus’ aus. Dabei steigt der PR von namics wie es aussieht von 7 auf 8/10 und der von blog.namics.com von 6 auf 7/10. Ob der neue Algorithmus komplett ausgerollt wird muss sich zeigen, momentan sind erst 4 Datacenters geupdated.

www.namics.com
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blog.namics.com
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Hier kann jederzeit eine Live-PR-Abfrage gemacht werden.

Faceted Search: Nicht immer ist die Frage bekannt

Auch wenn Volltextsuchmaschinen omnipräsent sind, ist das berühmte Eingabefeld mit dem Knopf daneben nicht immer die richtige Lösung. Deshalb heisst die Disziplin auch “Information Retrieval” und nicht “Search”. Ein sehr gutes Beispiel (es gibt einige andere Suchstrategien) ist Faceted Search als Navigationssuche gegenüber einer Direktsuche.

Grundgedanke dabei ist es, dem User eine Navigation durch mehrdimensionale Kriterien zu erlauben, welche die zu durchsuchende Kollektion beschrieben. Eine Erweiterung der klassischen Parameter-Denke, wo ich mit Drop-Down-Felder zu Beginn einschränken muss. Während der Navigation reduziert sich die Treffermenge und kann mit einer — dann präziseren, weil eingeschränkten — Volltextsuche verbunden werden. Technische sind viele Aspekte interessant insb. aber die Möglichkeiten der Metadatenerzeugung / Verschlagwortung. Häufig durch Social Tagging oder statistische resp. sprachverarbeitende Algorithmen.

Am besten ein Beispiel (mit dem FLAMENCO-System [FLexible information Access using MEtadata in Novel COmbinations] der UC Berkeley School of Information). Zwar mit wenig Daten, aber sehr gut verständlich, die Suche der Nobelpreisgewinner. Der Screen unten zeigt mein Treffer nach einer Einschränkung Jahr -> Kategorie -> Land (andere Wege sind möglich).

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Spiele Sie rum, die Logik und auch der Charme der Erkundung lässt sich schnell erkennen. Marchionini erklärte einen solchen Ansatz mal sehr passend mit dem Titel: “Form Finding to Understanding”. Eine Beispiel mit mehr Daten ist eine Bildsammlung der UC Berkeley im Architekturbereich.

Ein alternatives Userinterface mit viel JavaScript (aka Ajax) findet sich auf mSpace mit klassischer Musik.

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Interessant und nutzbringend ist Faceted Search insb. auch bei Produktkatalogen so beispielsweise bei Tower Record (links aussen) oder auch bei www.otto.de. Dasselbe Prinzip nutzt auch die Metasuche Clusty und viele andere Anwendungen…

Mehr Gehirnnahrung? Bei Flamenco resp. Marti Hearst gibt es einige Publikationen. Zudem befasst sich die ganze Ausgabe Communications of the ACM, 49 (4), April 2006 damit (ich habe alle Artikel bei mir).

Juristen im Internet (zur Abwechslung mal bei Google)

Meine Lieblingsbeispiele waren E-Mails von Anwaltskanzleien mit einem Text wie “OK, treffen wir uns um 14:00 Uhr” und darunter ein rechtlicher Disclaimerüber mehrere Zeilen. Dann kam das Beispiel mit der einstweiligen Verfügung gegen Wikipedia in Deutschland und nun der Verband CopiePresse gegen Google Belgien.

Ein Gerichtsbeschluss zwingt Google in Belgien wegen Urheberrechtsverletzungen Inhalte belgischer Zeitungen aus seinem News-Angebot und aus der Suche zu entfernen. Soweit i.O. Zusätzlich muss Google aber den Urteilstext für fünf Tage auf den jeweiligen Startseiten der Websuche und von News veröffentlichen. Um diesen Unsinn für die Nachwelt zu erhalten (sonst gleubt es mit bald niemand) hier einen Screenshot der von www.google.be.

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PS: Und dabei hätte ein robots.txt genügt ;-)

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Welche zehn Websites muss der Schweizer unbedingt kennen?

Ich wurde neulich gefragt, “Was sind die 10 wichtigsten Websites – nicht die populärsten oder modernsten, sondern die zehn, welche jeder Schweizer/in kennen sollte?”

In der Tat ist es schwierig zehn Websites zu nennen, ohne sich in den Wettbewerb zwischen den diversen Sites einzumischen. Also doch lieber zehn Kategorien mit den jeweils wichtigsten Vertretern.

  1. Telefonverzeichnisse - tel.search.ch – die erste “Killer-App” für das schweizerische Web
  2. Verkehr - sbb.ch, fahrplan.zvv.ch (zvv.ch hat zwar nur Daten für die Schweiz, dafür stimmen aber die Haltestelle-Namen besser mit der Realität überein)
  3. Karten - map.search.ch – hat google gezeigt, wie es gemacht wird.
  4. Nachrichten - tagi.ch, nzz.ch – Die besondere Freude bei der NZZ: keine Pannen bei der Übermittlung der WM-Ergebnisse
  5. News/Unterhaltung20minuten.ch, blick.ch – FastFood für das Gehirn: Der Nährstoffgehalt wird leicht unterschätzt.
  6. Dating - Dich vermarkten, ohne preiszugeben, wer Du wirklich bist:
    1. parship.ch, partnerwinner.ch, fifty-plus.ch – kann man heutzutage ein Date finden ohne ins Netz zu gehen?
    2. tel.local.ch – Wo wohnt David in Davos? Wo finde ich Luzia in Luzern? Noch nie war es so einfach, so viele Leute zu finden. Elektronisch wie auch geographisch.
  7. Networking - Dich vermarkten, in dem Du alles zeigst.
    1. (unter 25) – tillate.ch, usgang.ch – Es ist 22 Uhr abends, weisst Du was Deine Kinder jetzt treiben? Hier wird’s dokumentiert. Gibt es in dieser Altersklasse einen Unterschied zwischen Networking und Dating? Manche Fragen lässt man lieber unbeantwortet.
    2. (über 35) – openbc.com – Eine Deutsche-Firma mit Schweizer Beteilligung. Lies mich LinkedIn vergessen (und dabei meine Altersklasse preisgeben).
    3. (25-35) — Unbekannt. Die Vermutung liegt nah, dass man sich ab 25 vernetzt hat und dass sich mit 35 diese Vernetzung wieder auflöst. Ein Phänonmen, dass sich scheinbar 15 Jahre später nochmals wiederholt.
  8. Vergleichsdienste : comparis.ch, preissuchmaschine.ch, toppreise.ch – Geiz mag geil sein, aber tiefe Preise anzubieten ist etwas anders als nur von tiefen Preise zu sprechen. Hier wird gnadenlos die Spreu vom Weizen getrennt.
  9. Einkaufen
    1. Auction – ricardo.ch, ebay.ch (ebay.de) – Graumarkt von allem möglichen. Meine Empfehlung: in der Schweiz verkaufen, in Deutschland einkaufen.
    2. Immobilien – homegate.ch, immo.search.ch – Wer weiss was Kubator bedeutet?
    3. Reise – swiss.com, ebookers.ch, helvetic.com – wenn es 35 Grad zu Hause ist, wozu braucht man den Ferienflieger? In August hat es wohl anders ausgesehen!
  10. Banken - yellownet.ch, ubs.ch, zkb.ch, credit-suisse.com. raiffeisen.ch – schlussendlich braucht man manchmal real existerendes Geld, auch in der virtuellen Welt.

Das ist immer noch eine sehr kleine Liste. Viele würdige Websites wurden nicht erwähnt. Tourismus-Förderung, Wirtschaftsförderung, Bund, Kantone, Gemeinden, NGOs, und, und, und. Niemand möge beleidigt sein.

Es gibt noch genau zwei, welche ich zusätzlich erwähnen will:

  1. mozilla.com – zwar ausser Konkurrenz, weil es sich nicht um eine Schweizer Site handelt, aber jeder der Internet nutzt, sollte Firefox einsetzen. Schnell, sicher, erweiterbar und die treibende Kraft der Innovation von Browser-Technologie
  2. local.ch – unsere Kind. Das klügste und das schönste im ganzen Land. Und das sagen wir als völlig unparteiliche Eltern!

P.S. vielen Dank an alle namics-Leute, die Websites vorgeschlagen haben.