(gefunden via Bloggingtom)
Ich hoffe es ist ein Unfall in der IT-Abteilung und kein Plan. Oder es ist ein ganz raffinierter Guerillamarketing-Plan und ich bin auf dem Leim gekrochen -- aber der 1. August ist noch ein paar Tage weg.
Der (anonym geführte) Pendlerblog schaut der Gratiszeitung 20 Minuten krtisch, zynisch und witzig auf die Finger und schreibt regelmässig über "Eigenheiten" des zuerst genannten Blattes. Ob immer fair oder nicht ist mir egal -- aufschlussreich ist die Lektüre des Blog auf jeden Fall.
20 Minuten hatt ihre Website seit kurzer Zeit so konfiguriert, dass ein Besucher welcher einem 20 Minuten-Link auf dem Pendlerblog folgt, nicht dort im Ziel landet aber über einen sogenannte Redirect (immer) auf einen Artikel der Süddeutschen Zeitung umgeleitet wird.
Das bricht auf meiner Sicht mit allem, was vernünftig ist. Inbs. mit meinem Recht jemanden zu verlinken (das hat wohl mit Meinungsäusserung zu tun) wie auch mit dem wichtigsten Grundprinzip des WWW: Hyperlinking. Und jetzt? Eine kurze technische Erklärung was abgeht, einen "lokalen Tipp" zur Behebung, eine erste und eine zweite Idee.
> Was passiert technisch
Fordert eine Browser eine Seite beim Webserver an, so wir gemäss Protokolldefinition die letztbesuchte Seite zusätzlich mitgeschickt. Diese Information ist der sogenannte Referrer.
Der Zielserver in diesem Falll 20 Minuten wertet diese Information aus und sobald im Referrer der Pendlerblog drinsteht wird nicht die angeforderte Seite zurückgeschickt aber eine Umleitungsnachricht. Zur Veranschaulichung ein Bild mit dem Protokoll-Ablauf.

> Zum Glück git es den (tollen Webbrowser) Firefox
Der wird nämlich mit der Erweiterung Web Developer ausgeliefert, welche sehr einfach zulässt die Übermittlung des Referrers abzustellen. Ein Klick im Browser in die Umleitung von 20 Minuten funktionert nicht mehr.

Das war der lokale Tipp.
> 1. Zwischengeschaltetet Redirection
Nun könnte der Pendlerblog seine Links nicht direkt aber über einen Dienst, welcher Umleitungen von Haus aus anbietet machen. Anstelle eines direkten Links also via tyniurl makeashorterlink verlinken. 20 Minuten sieht als letzte aufgerufene Seite im Referrer den Penlderblog nicht mehr und somit löst die Umleitung auch nicht aus.
> 2. Scale it up
Wenn es 20 Minuten nun wirklich ernst ist, so würden wir wohl die genannten Dienste bald auch erkennen. Da wäre mein Vorschlag, dass ich ein kleine Script schreibe z.B. in PHP schreibe, welches alle Geek-Blogger in der Schweiz installieren. Damit kann der Pendlerblog über uns umleiten. Und damit es 20 Minuten nicht so einfach hat würde bspw. www.blogug.ch einen Zufallsmechanismus implementieren, so dass der nicht jeder Link des Pendlerblog über denselben Blog umgeleitet wird (Penderlblog läuft auf Blogspot und kann das nicht selbst). Zudem würden wir den Dateinamen noch randomisieren.... Und dann 20 Minuten?