Workshop Weblogs: Was und wie? [Vortrag]

Heute darf ich für die Web-Verantwortlichen deutschschweizer NGOs (non-governmental organizations) einen Workshop über Weblogs moderieren. Im Vorfeld habe ich dazu einen Braindump gemacht, was ich gerne erzählen würde. Sozusagen eine Vorbereitung.

Und diese möchte ich hier mit Euch teilen. Die Agenda ist wie folgt:

- Ein Ansatz Weblogs zu erklären…
- Einsatzgebiete für Weblogs
- Was bringt‘s?
- Umgang mit dem Medium
- Meine Tools
- Umfragen / Statistiken

Download: Workshop Weblogs: Was und wie? [pdf, 2MB]

Intranet-Tagung: Der Weblog brachte 10% der Teilnehmer!

Unsere Intranettagung ging letzte Woche über die Bühne und auch Stefan Bucher, Leo und Matthias Gutfeld waren mit von der Partie. [Nachtrag: Auch Webonomy hat geschrieben].

Für Leute die nachlesen wollen, gibt es hier den Download der Präsentationen.

Wie beim Wettbewerb Blog gegen Banner versprochen, habe ich alle Teilnehmer gefragt, wer über Weblogs auf die Tagung aufmerksam geworden sind. Von denen, die einen Feedbackbogen abgegeben haben (ein bisschen mehr als dreiviertel aller Teilnehmer), sind es 10%. Überwältigend. Insb. ist die Performance der Banner deutlich schwächer und die Weblogs auf Augenhöhe mit dem Newsticker Newsleter. Oder so wie Reto sagt: Das Zusammenspiel macht es aus.

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Für alle, die nicht dabei sein konnten gibt es die selbe Intranet Fachtagung am 11. Mai 2006 in Frankfurt am Main.

Und hier noch die graphische Variante, diesmal ohne Wettbewerb.

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Behinderungsarten und Gehörlosigkeit

Viele Leute reden von behindertentauglichem (barrierefreien) Internet und wenige “machen” es. In der Schweiz gibt es ein Gesetz und eine Verordnung, welche alle Dienstleister der öffentlichen Hand (Bunde, Kanton, Gemeinden…) und von ihnen konzessionierte Betriebe dazu verpflichet. Auch eine griffige Einsatzrichtline (die P028) ist für den Bund da. Soweit ist die Geschichte bekannt.

Ein SEHR wichtiger Aspekt sind die unterschiedlichen Behinderungsarten. Hier habe ich im Rahmen meines Vortrages am Fraunhofer Institut heute nochmals einen wichtigen Teil dazugelernt.

Grundsätzlich haben Menschen mit verschiedenen Behinderungen verschiedene Anforderungen bei Internet-Anwendungen. Der Fokus bei der Diskussion ist häufig die Blindheit und damit verbunden das Hilfsmittel Sprachsynthese (und evt. Braille-Zeile) für Web-Anwendungen. Meist denken die Leute auch noch an Sehbehinderte und dem damit verbundenen Hilfsmittel der Bildschirmvergrösserung.

Doch das Gesetz nennt weitere Behinderungsarten mit weiteren Anforderungen Art. 10 Abs. 1 BehiV:

Die Information sowie die Kommunikations-und Transaktionsdienstleistungen über das Internet müssen für Sprach-, Hör- und Sehbehinderte sowie motorisch Behinderte zugänglich sein. Zu diesem Zweck müssen die Internetangebote entsprechend den internationalen Informatikstandards, insbesondere den Richtlinien des World Wide Web Konsortiums (W3C) über den Zugang von Internetseiten, und, subsidiär, entsprechend den nationalen Informatikstandards eingerichtet sein.

Ein eindrücklicher Vortrag hielt heute Ralph Raule vom Gebärdenwerk. Die Kernaussage ist, dass die Muttersprache eines Gehörlosen die Gebärdensprache ist. Diese ist eine eigene Sprache, die strukturell näher an afrikanischen oder asiatischen Sprachen ist als am Deutschen.

Für Menschen, die prälingual ertaubt sind, muss jeder weitere Sprache erlernt werden. Herr Raules Vergleich war der eines hörenden Deutschen, der nach Frankreich zieht und sich dort — beispielweise auf einem Amt — verständigen muss.

Gehörlose Menschen sprechen nicht eine simple/einfache Sprache, aber eine andere Sparche. D.h. es gibt keine einfache nützliche Transkription, aber Gebärdensprache ist immer eine Übersetzung und erzeugt auch den damit verbundenen Aufwand.

Blindheit trennt von den Dingen Taubheit trennt von den Menschen (Helen Keller)

Können Gehörlose nicht an der Kommunikation teilnehmen so wie wir die pflegen (mit Lausprache), so werden sie von Leben isoliert. In der realen Welt aber auch in Internet. Er nennt dies die “Spirale der Defizite”.

Spirale_der_Defizite: Keine Kommuniktion, Keine Information, Keine Teilhabe, Isolation, Abhängigkeit

Hier der lesenswerte Vortrag von Ralph Raule: Barrieren im Internet – auch für gehörlose Menschen [pdf, 278 KB]