Gemäss W3C ist ein ALT-Attribute ein "Text-Äquivalent für jedes Nicht-Text-Element"
Doch was heisst das jetzt genau?
Ein Beispiel: Sie haben ein Photo des Rheinfall in Schaffhausen vor sich - wie also beschriften?
1. Fotolabor XY
2. Rheinfall in Schaffhausen
3. Reinfall in Schaffhausen im Sonnenschein bei Niedrigwasser
Erstere scheidet genau deshalb aus, weil eben gerade nicht alternativ. Zweitere ist schon wesentlich besser und die dritte Beschriftung könnte bereits als Superlative bewertet werden. Und so beginnen dann auch die Missverständnisse:
es geht nicht darum die 256 Zeichen des Attributs aufzufüllen oder
möglichst blumige Ausdrücke zu formulieren,
sondern darum eine Alternative zu bieten.
Eine Alternative ist unter Umständen auch eben gar nichts im ALT-Attribut zu erfassen. Nämlich beispielswiese bei Spacer-Grafiken oder Image-Kampagnen-Bildern. Stellen Sie sich vor, Sie lassen sich eine Website vorlesen und hören 10x "Bild aus der Image-Kampagne", welchen Informationswert hat das ausser, dass sie sich ärgern, dass es noch 2 Minuten länger dauert bis sie den gesamten Inhalte der Seite vorgelesen bekommen haben?
Deshalb empfehle ich folgende Grundregeln zur Erfassung von ALT-Attributen zu beachten
1. Text muss kurz und prägnant sein
2. Text muss aussagekräftig sein und den Inhalt des Bildes widerspiegeln
3. Texte wie Spacer oder Bilder aus der Image Kampagne o.ä. haben keinen Informationswert und sind unnötig zu beschriften
4. ALT-Attribute sind in der Sprache des Content zu erfassen und nicht weil einfacher ausschliesslich auf englisch
Und denken wir bei dem allen auch ein bischen an Google und "seine Freunde", denen ist es nämlich, gleich wie einem blinden Menschen auch, nicht gegeben Bilder zu interpretieren, die ALT-Attribute aber sehr wohl
Dann finden wir im Netz bald wesentlich weniger Beispiele wie das untenstehende:




