Ich gebe es ja zu. Die Weihnachtszeit naht, und bei dieser Gelegenheit habe ich meinen Amazon Wunschzettel etwas aktualisiert. Die peinlichen Einträge hab ich gelöscht und die Liste insgesamt etwas verlängert. Beim Rumträumen über noch nicht gekaufte Bücher und ob sich überhaupt mal jemand auf die ‚Wishlist' (hier ein Link zu platzieren wäre dann doch etwas gar plump) verirren könnte, bin ich einer absurden Tätigkeit verfallen: Ich hab die auf einer Amazon-Bildschirmseite sichtbaren Click-Möglichkeiten gezählt. Es waren viele, sehr viele.
Die Seite hat mich förmlich angeschrieen. "Drück mich, click hier, oder da, na los, drück schon!"
Dabei fiel mir die einfache, aber konsequente Forderung meines Kollegen Tim Dührkoop ein, der fordert, dass Websites so einfach wie ein Lichtschalter zu sein haben. [Punkt]. Das Dührkoopsche Postulat ist einleuchtend, es gibt einen Schalter und von dem weiss man genau was passiert, wenn man draufdrückt.


Es gab eine Zeit, da hat man bei jeder Gelegenheit das Amazon Beispiel gezückt (unsereiner mit eingenommen), um der staunenden ‚Old Economy' die Wunder der ‚New Economy' vorzustellen. Aber spätestens mit der Einführung der sogar gesetzlich geschützten ‚1-Click' Bestellmöglichkeit, war nicht mehr für jedermann klar, was sich hinter den einzelnen "Knöpfen" verbirgt. Dazu kommt, wie eingangs erwähnt, die stetig zunehmende Anzahl an Click-Möglichkeiten.
Andererseits ist Amazon gar nicht mehr so weit von der "Dührkoopschen-Lichtschalter-Forderung" entfernt. Irgendwann wird der letzte Pixel auf einer Amazon Site clickbar sein, die Gesamtsumme aller clickbaren Pixels ergibt dann einen einzigen "Lichtschalter". Da bei Amazon eh alle Wege zur Kasse führen, ist dann auch wieder für alle klar, was passiert, wenn man den "Amazon-Lichtschalter" drückt.



