Darf es auch ein bisschen komplizierter sein?

Ich bin ein regelmässiger Nutzer vom Swisscom Public WLAN “on demand”, vor allem in den Bahnhöfen (und eine “himmelblaue Karte” will ich nicht wegen den katastrophalen Treibern, MAC Leute können zu Cà©dric).

Bei der ersten Version der Login-Seite fehlte die Eingabe der Zugangsdaten fast vollstsändig. Tipp für Leute ohne Doktorat in Informationsdesign: Es ist der Menupunkt links oben…

Seit gestern hat Swisscom Mobile einen neue Login-Screen. Neu mit noch mehr Klicks als je…

In einem ersten Schritt muss ich einen “Provider” aus einer Liste mit einem Provider drin auswählen. Natürlich muss die SBB offen bleiben, aber seit ewig gibt es auf dieser Seite nur einen Anbieter (und wegen den Verträgen wird es wahrscheinlich ewig bei eins bleiben).

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Und danach muss ich die Zahlungsart eingeben. Könnte es nicht sein, dass sich eine Telefonnummmer syntaktisch von einem Value Card (10 Stellen, weshalb keine Buchstaben?) und von einer Kreditkarte (Prüfsumme) unterscheidet resp. unterscheiden lässt?

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Ich als Kunde empfinde die vielen Klicks als Folter. Insb. da der Dienst häufig auch langsam antwortet. Über das Logout-Popup lass ich mich hier mal nicht aus.

Ich bin sicher dass +90% der Leute genau einen Pfad nehmen… Wie wär es mit einer Eingabe aller Elemente auf der ersten Seite?

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SkypeIn in der Schweiz und glückliche Gesichter

Heute Mittag im Netzticker die Ansage, dass SkypeIn neu auch mit Schweizer Nummern zu haben sei:

“Skype bietet ab heute auch in der Schweiz eigene Festnetz-Rufnummern an. Damit ist der Premiumdienst “SkypeIn” nun in elf Ländern verfügbar. SkypeIn erlaubt es den Nutzern, sich eine Skype-Festnetznummer für ihren Account einrichten zu lassen. Dies ist nun auch mit Schweizer Vorwahlnummern möglich. Damit sind Skype-Nutzer von Festnetztelefonen und Handys aus erreichbar, ohne dass der Anrufer selbst Skype verwenden muss.”

Ein kurzer heimlicher Blick auf die Website von Skype (wir waren grad in einem Kundenworkshop) zeigt aber noch keine Schweizerfahne bei den SkypeIn – Nummern.
Zum Glück war der Kunde auch technisch angefressen und als das in der Pause bekannt wurde, konnten wir offiziell alle halbe Stunde überprüfen, ob die Nummern schon verfügbar sind.
Als es dann soweit war, war die ganze Workshopgruppe nicht mehr zu halten. Der Workshop wurde unterbrochen und 10 Männer versuchten ganz fanatisch eine Nummer zu kaufen. Hat auch wunderbar funktioniert und bereits 15 Minuten später könnte ich von meinem Handy auf die SkypeIn Nummer wählen und der Laptop läutete! Ein schönes Gefühl ;-)
Die einzige Frau im Raum konnte nicht ganz nachvollziehen, was da gerade passiert war….. aber lauter glückliche Gesichter im Raum. Die Nummer kostet ja auch nur 30€ pro Jahr und ist somit einiges Günstiger als Swisscom oder Cablecom.

Jetzt brauch ich nur noch jemand, der mich auch auf dieser Nummer anrufen und mit mir sprechen will….

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Drück mich!

Ich gebe es ja zu. Die Weihnachtszeit naht, und bei dieser Gelegenheit habe ich meinen Amazon Wunschzettel etwas aktualisiert. Die peinlichen Einträge hab ich gelöscht und die Liste insgesamt etwas verlängert. Beim Rumträumen über noch nicht gekaufte Bücher und ob sich überhaupt mal jemand auf die ‚Wishlist’ (hier ein Link zu platzieren wäre dann doch etwas gar plump) verirren könnte, bin ich einer absurden Tätigkeit verfallen: Ich hab die auf einer Amazon-Bildschirmseite sichtbaren Click-Möglichkeiten gezählt. Es waren viele, sehr viele.
Die Seite hat mich förmlich angeschrieen. “Drück mich, click hier, oder da, na los, drück schon!”
Dabei fiel mir die einfache, aber konsequente Forderung meines Kollegen Tim Dührkoop ein, der fordert, dass Websites so einfach wie ein Lichtschalter zu sein haben. [Punkt]. Das Dührkoopsche Postulat ist einleuchtend, es gibt einen Schalter und von dem weiss man genau was passiert, wenn man draufdrückt.

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Es gab eine Zeit, da hat man bei jeder Gelegenheit das Amazon Beispiel gezückt (unsereiner mit eingenommen), um der staunenden ‚Old Economy’ die Wunder der ‚New Economy’ vorzustellen. Aber spätestens mit der Einführung der sogar gesetzlich geschützten ‚1-Click‘ Bestellmöglichkeit, war nicht mehr für jedermann klar, was sich hinter den einzelnen “Knöpfen” verbirgt. Dazu kommt, wie eingangs erwähnt, die stetig zunehmende Anzahl an Click-Möglichkeiten.

Andererseits ist Amazon gar nicht mehr so weit von der “Dührkoopschen-Lichtschalter-Forderung” entfernt. Irgendwann wird der letzte Pixel auf einer Amazon Site clickbar sein, die Gesamtsumme aller clickbaren Pixels ergibt dann einen einzigen “Lichtschalter”. Da bei Amazon eh alle Wege zur Kasse führen, ist dann auch wieder für alle klar, was passiert, wenn man den “Amazon-Lichtschalter” drückt.

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SW-Engineering und visuelle Gestaltung passen zusammen

Ben Fry ist schon ziemlich legendär wenn es darum geht, Informationstechnologie und Ästethik zu verbinden. So auch bei seiner Disertation zu Computational Information Design (lesenswert!).

Erneut “zugeschlagen” hat der visuelle Wizzard mit einer graphischen Darstellung des Assembler-Codes verschiedener Atari-Spiele als Forsetzung seiner Arbeiten “dismap: Seeing the operation of code“. Darin sind Goto-Anweisungen (Verzweigungen innerhalb des Programmes) innerhalt des Codes visualisiert. Auch eine nette Optik für Leute die sich bei Testing und SW-Qualität auskennen :-)

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(Beispiel Pacman, hier gehts weiter…)

Eine Übersicht über seine faszinierenden Arbeiten auf seiner alten Hompage am MIT und auf seiner neuen: benfry.com.

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