Blogging – der neue Kommunikations-Wizard oder das Ende der PR-Abteilungen?

Keine konspirative Verschwörung aus der Internet-Ecke aber ein Referat von mir beim Berufsregister der Schweizerischen Public Relations Gesellschaft in Zürich.

In der Zusammenfassung meine Meinung:

- Das Internet trägt mehr und mehr zur Meinungsbildung bei und erreicht insbesondere bestimmte Interessengruppen exklusiv
- Weblogs erlauben eine authentische Darstellung mit einer sehr grossen Reichweite rund um die Uhr
- Weblogs erlauben eine direkte, offene Diskussion und erhöhen damit die Glaubwürdigkeit der Unternehmung
- Weblogs stellen neue Herausforderungen an die interaktive Kommunikation und die Kundenansprache von Unternehmen
- Weblogs eröffnen Chancen für eigene Themen
- Weblogs stellen ein komplementäres und/oder leitendes Kommunikationsinstrument dar
- Achtung vor Langeweile und vor der Blogosphere…

Und hier der ganze Vortrag mit vielen Quellenangaben:

[pdf, 1.78 MB] Blogging – der neue Kommunikations-Wizard oder das Ende der PR-Abteilungen?

Zudem gibt es im namics Weblog bereits ein paar passende Posts:

- Was tun Weblogs und Firmen?
- 99.9% aller Weblogs sind unbrauchbar
- Virtuelle Weblog
- Moblogging mit Wind im Rücken?
- Suchmaschinen für Weblogs

Zwei zu Null für die Verlage (in Führung)

Zum Zeitpunkt des Screenshots der SBB-Homepage (Schweizer Bundesbahnen), lag das gesamte Schweizer Bahnnetz schon über 60 Minuten vollständig still! Ich sitze wartend in einem Kaffee und suche nach Informationen (aha in Italien wird gestreikt ;-). Ein tolles CMS aber leider niemand der Inhalte reinstellt.

i-bfdc90ee28f2f65124f32cc8ba60e789-sbb-kann-es-nicht-thumb.gif

Informieren tut die NZZ:

i-f1620659cb40cb681023c99adb36e8e5-nzz-kann-es-thumb.gif

Und informieren tut der Tages Anzeiger:

i-764efed489dea58c98ab41b0f6fdb9de-tagi-kann.es-thumb.gif

Vier Stunden später (Luzia hat Simon, Thomas und mich verdankenswerterweise mit dem Auto alle ans Ziel gebracht) hat die SBB eine von Hand in HTML codierte, visuell grässliche Textinformation aufgeschaltet: Mit einem Link auf eine Teletext Seite und einer Telefonnnummer. Den Screenie erspare ich hier.

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit

Abmahnung made in Germany

Ein bisschen bedenklich finde ich es schon: Bereits vor im Februar erhielt Google Post (sicher auf Papier) einer Deutschen Anwaltskanzlei. Diese vertritt Daniel Giersch als Inhaber der DE-Marke 300 25 697 “G-mail…und die Post geht richtig ab.” Es gibt auch ganz eine tolle Website dazu, die verlinke ich aber nicht.

Darauf hat Google in Deutschland das Logo des E-Mail-Dienstes umgestaltet. Oben das Original, unten die deutsche Variante.

i-0b49dff7ff202ee52ea99091ba2ceb6f-gmail_orig.gif

i-ffb46fc3c8abebd70ac66af3c54383b3-gmail_deutschland.gif

Heute wurde nun die Domäne des ganzen Dienstes unbenannt. Anstelle von http://gmail.google.com/gmail/heisst es nun http://mail.google.com/mail/. www.gmail.com fuktioniert weiterhin.

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit

Über das Retten von IT Projekten

Nach viel ernsthafter Recherche für einen Vortrag nun noch einen Tagesabschluss der zum schmnuzeln anregt aber auch einige “giftige” Wahrheiten birgt… (Danke Urs).

Eine Weisheit der Dakota-Indianer sagt: “Wenn Du entdeckst, dass Du ein totes Pferd reitest, steig ab!” Im Berufsleben versuchen wir es oft mit anderen Strategien, nach denen wir wie folgt handeln:

1. Wir besorgen uns eine stärkere Peitsche.
2. Wir wechseln die Reiter.
3. Wir sagen: “So haben wir das Pferd doch immer geritten.”
4. Wir gründen ein Kernteam, welches das Pferd analysiert.
5. Wir versuchen von anderen zu erfahren, wie man ein totes Pferd reitet.
6. Wir leugnen die Existenz von Dakota-Indianern.
7. Wir erhöhen den Qualitätsstandard fuer den Beritt toter Pferde.
8. Wir bilden eine Task Force, um das tote Pferd wieder zu beleben.
9. Wir führen Trainingsseminare durch, um besser reiten zu koennen.
10. Wir stellen Vergleiche mit verschiedenen toten Pferden an.
11. Wir ändern die Kriterien die besagen, ob ein Pferd tot ist.
12. Wir kaufen Leute von Aussen ein, um das tote Pferd zu reiten.
13. Wir spannen verschiedene tote Pferde zusammen, damit sie schneller werden.
14. Wir erklären: “Kein Pferd kann so tot sein, dass man es nicht mehr reiten könnte !”
15. Wir machen zusätzliche Mittel frei, um die Leistungen des toten Pferdes zu steigern.
16. Wir beschaffen Hilfsmittel, die tote Pferde schneller machen.
17. Wir machen eine Studie, ob es billigere Berater gibt.
18. Wir erklären, dass unser totes Pferd billiger, schneller und besser ist.
19. Wir bilden einen Qualitätszirkel, um tote Pferde bestmöglich einzusetzen.
20. Wir überarbeiten die Leistungsbedingungen fuer tote Pferde.
21. Wir richten eine unabhängige “Kostenstelle” fuer tote Pferde ein.
22. Wir stellen den Pferden einen Bonushafer in Aussicht.
23. Wir gehen mit dem toten Pferd an die Boerse.
24. Wir suchen starke Partner, die unser totes Pferd stützen.

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit

Die nicht-geheime Domäne von Microsoft: start.com

Der Ansatz ist spannend. Microsoft stellt Technologieprototypen in’s Internet (laufen meist nur auf dem Internet Explorer) ohne offizielle Kommunikation. Die Weblogs regeln den Resat von selbst und plötzlich ist das Neue auch noch ein bisschen “geheim” und daher viel spannender.

Ein altes Beispiel ist ein RSS-Syndikator mit einer MSN-Suche inklusive historischen Suchabfragen: http://www.start.com/1/

i-16a818773d4c74e226757883c93cee0a-start_com_1-thumb.gif

Aktuell nun eine sehr schön gemachtes Portalinterface, welches sehr konsequent AJAX einsetzt: http://www.start.com/myw3b/

i-c506e6d612bdeef2f05c35ad63fca6dc-start_com_myw3b-thumb.gif

Mehr dazu bald in den Weblogs…

Ergänzung: Nach dem ersten Post fand ich, dass Microsoft die Domäne doch kommuniziert nämlich auf http://sandbox.msn.com/. Witzig ist auch der “Quiz” der von http://www.start.com/3 zur nächsten URI führt…

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit