... etwas von letzter Woche und etwas von gerade jetzt...
Und wieder mal beides nicht technisch - das muss es ja auch nicht immer sein..
Zuerst zum "[auch] das ist Verkauf"
gelesen auf news.com und mich bestens amüsiert: Der Titel war "Pssst, want Internet Phone Service?" - und genau darum ging's im Artikel. Im Homeland der ach so fortschrittlichen Amerikaner beginnt eine neue Generation von Verkäufern nun damit, dem John Doe [bei uns Otto Normalverbraucher] Internet Phone Service zu verkaufen und das Verkaufsmodell dahinter ist so alt wie....... nun raten Sie mal.... Ach sie kommen nicht drauf - schade halt .... Tupperware.
Ja, Sie haben richtig gelesen und Ihr Grinsen ist berechtigt. Nicht-technische, nicht IT- oder Internet-erfahrene "Verkäufer" bringen via Parties und Klingeln an der Haustüre VOIP Abos und Endgeräte an die Verbraucher.
Im Artikel wird nett zitiert, wie diese Newbies mit "a few hundred dollars" ihr eigenes Business aufsetzen, Affiliate von [zum Beispiel] Voipstarter werden und danach beginnen, Kunden für die VOIP Services dieses Anbieters zu werben - anscheinend recht erfolgreich.
Darüber kann man nun grinsen. Ja, auch. Oder dann halt doch mal anfangen, darüber ernsthafter nachzudenken.
- Was würde passieren, wenn man das hier in der Schweiz machen würde? [Stellen Sie sich die Gesichter Ihrer Nachbarn vor, wenn Sie sie zu einer VOIP-Party einladen würden]
- Wie lange geht's bis das Hype-Thema auch in der Schweiz in der Breite wirklich einschlägt?
- Wie wird es wohl unseren Telcos in 5 Jahren gehen?
Spannend, oder?
Und das ist Marketing...
Gerade eben passiert. Ich bin erklärtermassen Fan von Musik mit schwarzen Wurzeln [fast alles], wollte deswegen schon lange Tickets für das Konzert der Söhne Mannheims [ja, auch Deutsche können Musik mit Soul machen! Edo Zanki, Rolf Stahlhofen und eben die Söhne hier] im Rahmen von Live at Sunset kaufen. Hab's verschusselt und nun ist's ausverkauft, grrrrr. Was könnte man denn sonst so hören und sehen gehen in der nächsten Zeit. Joss Stone? Wäre auf jeden Fall schön - aber die Ticketpreise sind doch prohibitiv hoch. Was läuft denn bei den Freunden von gegenüber? [Erklärung: unser Zürcher Office ist an der selben Strasse wie das Kaufleuten] OK, Tickets für Lee Ritenour muss man haben, aber wer ist denn John Legend? Man gehe hierhin und sehe sich etwas um. So weit, so normal, aber gehen Sie mal in den "Piano Room", Dass man sich Sample Audiostreams anhören und oder runterladen kann ist ja mittlerweile usus. Aber die Specials, die hier als Videos angeboten werden, machen definitiv Appetit [so einem denn Soul gefällt]. Die Moral der Geschichte: ich habe mir die aktuelle CD des Herrn bestellt, die anderen Termine am Abend des 31.5.05 abgesagt und gehe ans Konzert von Herrn Legend. Das ist Marketing - erinnert sich jemand an Attention, Interest, Desire, Action?
Genau so muss es sein, auch online!