Social Media Monitoring ist ein Thema, welches nicht nur sehr spannend sondern auch anspruchsvoll ist. In einer mehrteiligen Serie möchte ich deshalb die wichtigsten Punkte zu diesem Thema aus unserer Sicht beleuchten.
Immer mehr Konsumenten werden auf sozialen Plattformen aktiv und tauschen sich dort über alles aus, was ihnen in ihrem Alltag begegnet ("Nielsen Studie") . Das können sehr triviale Dinge sein aber zunehmend äussern sie sich also öffentlich zu ihren Empfindungen oder Erfahrungen mit bestimmten Produkten oder Marken.
Diese Äusserungen bieten für Unternehmen die Chance, direkt Konsumentenfeedback zu erhalten. Ein weiterer Schritt muss dann natürlich auch sein, auf dieses Feedback zu reagieren. Gerade beim Kaufentscheid zeigt sich, dass viele Konsumenten sich stark von Benutzer-Kommentaren zu einem Produkt oder Unternehmen bei ihrem Kaufentscheid beeinflussen lassen.
Wo und was soll gesucht werden?
Gerade das "WO" ist bei der Geschwindigkeit, mit welcher soziale Plattformen und Applikationen entstehen und sich weiterentwickeln eine zentrale Herausforderung. Wer hier manuell versucht, den Konsumenten zu folgen, stellt sich einer praktisch unlösbaren Herkulesaufgabe. Es gibt aber zahlreiche Dienste, welche hier unterstützen können. Google als ein einfaches Beispiel durchsucht mittlerweile auch Blogs und nimmt nach und nach auch weitere Kanäle wie bspw. Twitter oder Facebook hinzu.
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Undurchsichtiger Dschungel an Social Media Plattformen
Weitaus anspruchsvoller ist die Frage nach dem "was", also nach was suchen wir überhaupt?
Klar muss der Unternehmensname gesucht werden aber bereits hier kann schwierig werden. Sprechen Konsumenten jetzt von der Helvetia obwohl die Firma Helvetia Versicherungen lautet? Wird Migrolino diskutiert oder einfach die Migrotankstelle?
Zusätzlich werden die Begriffe nicht immer nur im Zusammenhang mit ihrem Unternehmen verwendet. Helvetia führt zu zahlreichen Treffern ohne Versicherungszusammenhang, ABB steht auch für "Anything but Bush" und wenn ich von CS (Credit Suisse) spreche, kann ich mich auch auf ein Computerspiel beziehen (Counter Strike).
Noch schwieriger wird die Suche nach abstrakten Themen wie Bonus, Abzocker, Kundenbedürfnis oder Swissness. Entweder man sieht sich mit sehr vielen Treffern, welche kaum auszuwerten sind, oder man erhält oft zu wenig Resultate.
Die Resultate müssen nun noch bereinigt, bewertet und detailliert analysiert werden. Dafür gibt es zahlreiche Tools, die ich in einem weiteren Blogpost noch beleuchten werde.
Nur wenn sie ein detailliertes Bild der Diskussion haben, können sie beginnen, Massnahmen zu entwickeln und den Dialog aktiv mitgestalten.
Zusammenfassend sind dies die grössten Herausforderungen im Umgang mit Social Media Monitoring:
- Social Media ist ein bewegliches Ziel, bei welchem ständig neue Quellen, Funktionen und Meinungsführer auftauchen oder verschwinden.
- Der Schlüssel zum Erfolg und mit Abstand grösste Herausforderung liegt in der Definierung und Abgrenzung der Suchbegriffe.
- Plattformen orientieren sich nicht an Landesgrenzen sondern eher an Sprachgrenzen.
- Der Schweizer Markt ist sehr klein und in drei Sprachen geteilt. Dies macht die Auswertung schwierig, da die Grundgesamtheit sehr klein ist und kaum Tools alle drei Sprachen mit sämtlichen Analysefunktionen abdecken.
- Tools bieten Support bei der Auswertung, aufgrund der Komplexität von Social Media ist ein beträchtlicher Teil von "Handarbeit" d.h. manueller Auswertung immer nötig.
Soweit zu einer kleinen Einführung in das Thema. Weiter geht es in Kürze mit Blogposts zum Thema Social Media Monitoring mit Fokus auf "Erste Schritte", einer "Toolübersicht" und "Trends im Social Media Monitoring".



