Namics Weblog

Persönliche Stimmen und Meinungen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

10 Mär

Einführung in Social Media Monitoring

Social Media Monitoring ist ein Thema, welches nicht nur sehr spannend sondern auch anspruchsvoll ist. In einer mehrteiligen Serie möchte ich deshalb die wichtigsten Punkte zu diesem Thema aus unserer Sicht beleuchten.

Immer mehr Konsumenten werden auf sozialen Plattformen aktiv und tauschen sich dort über alles aus, was ihnen in ihrem Alltag begegnet ("Nielsen Studie") . Das können sehr triviale Dinge sein aber zunehmend äussern sie sich also öffentlich zu ihren Empfindungen oder Erfahrungen mit bestimmten Produkten oder Marken.

Diese Äusserungen bieten für Unternehmen die Chance, direkt Konsumentenfeedback zu erhalten. Ein weiterer Schritt muss dann natürlich auch sein, auf dieses Feedback zu reagieren. Gerade beim Kaufentscheid zeigt sich, dass viele Konsumenten sich stark von Benutzer-Kommentaren zu einem Produkt oder Unternehmen bei ihrem Kaufentscheid beeinflussen lassen.

Wo und was soll gesucht werden?
Gerade das "WO" ist bei der Geschwindigkeit, mit welcher soziale Plattformen und Applikationen entstehen und sich weiterentwickeln eine zentrale Herausforderung. Wer hier manuell versucht, den Konsumenten zu folgen, stellt sich einer praktisch unlösbaren Herkulesaufgabe. Es gibt aber zahlreiche Dienste, welche hier unterstützen können. Google als ein einfaches Beispiel durchsucht mittlerweile auch Blogs und nimmt nach und nach auch weitere Kanäle wie bspw. Twitter oder Facebook hinzu.

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Undurchsichtiger Dschungel an Social Media Plattformen

Weitaus anspruchsvoller ist die Frage nach dem "was", also nach was suchen wir überhaupt?
Klar muss der Unternehmensname gesucht werden aber bereits hier kann schwierig werden. Sprechen Konsumenten jetzt von der Helvetia obwohl die Firma Helvetia Versicherungen lautet? Wird Migrolino diskutiert oder einfach die Migrotankstelle?
Zusätzlich werden die Begriffe nicht immer nur im Zusammenhang mit ihrem Unternehmen verwendet. Helvetia führt zu zahlreichen Treffern ohne Versicherungszusammenhang, ABB steht auch für "Anything but Bush" und wenn ich von CS (Credit Suisse) spreche, kann ich mich auch auf ein Computerspiel beziehen (Counter Strike).
Noch schwieriger wird die Suche nach abstrakten Themen wie Bonus, Abzocker, Kundenbedürfnis oder Swissness. Entweder man sieht sich mit sehr vielen Treffern, welche kaum auszuwerten sind, oder man erhält oft zu wenig Resultate.

Die Resultate müssen nun noch bereinigt, bewertet und detailliert analysiert werden. Dafür gibt es zahlreiche Tools, die ich in einem weiteren Blogpost noch beleuchten werde.
Nur wenn sie ein detailliertes Bild der Diskussion haben, können sie beginnen, Massnahmen zu entwickeln und den Dialog aktiv mitgestalten.

Zusammenfassend sind dies die grössten Herausforderungen im Umgang mit Social Media Monitoring:

  • Social Media ist ein bewegliches Ziel, bei welchem ständig neue Quellen, Funktionen und Meinungsführer auftauchen oder verschwinden.
  • Der Schlüssel zum Erfolg und mit Abstand grösste Herausforderung liegt in der Definierung und Abgrenzung der Suchbegriffe.
  • Plattformen orientieren sich nicht an Landesgrenzen sondern eher an Sprachgrenzen.
  • Der Schweizer Markt ist sehr klein und in drei Sprachen geteilt. Dies macht die Auswertung schwierig, da die Grundgesamtheit sehr klein ist und kaum Tools alle drei Sprachen mit sämtlichen Analysefunktionen abdecken.
  • Tools bieten Support bei der Auswertung, aufgrund der Komplexität von Social Media ist ein beträchtlicher Teil von "Handarbeit" d.h. manueller Auswertung immer nötig.

Soweit zu einer kleinen Einführung in das Thema. Weiter geht es in Kürze mit Blogposts zum Thema Social Media Monitoring mit Fokus auf "Erste Schritte", einer "Toolübersicht" und "Trends im Social Media Monitoring".

09 Mär

Wissensaustausch zum Thema PIM und eCommerce

Bei Sandwiches trafen sich am Dienstagmittag Vertreter verschiedener Unternehmen zu einem Wissensaustausch zum Thema eCommerce und PIM bei der Namics AG in Zürich. Anhand aktueller Studien und Zahlen zeigten die Referenten Thomas Kiri von der e-pro solutions GmbH und Michael Rottmann von der Namics AG, dass im Markt für eCommerce in der Schweiz grosses Wachstumspotential steckt. Zwar werden von Schweizern im Vergleich zu Personen anderer Nationalität noch eher verhalten Transaktionen im Internet getätigt, allerdings sind in einigen Sektoren hohe Steigerungsraten beobachtbar. So im Bereich der Ferienreisen, Flugbuchungen, dem Handel von Second-Hand Produkten und Elektrogeräten.

Damit aus einer Internetplattform eine Erlebniswelt für Kunden wird, sind verschiedene Massnahmen miteinander zu kombinieren. Die Präsentation der Produkte im Internet sollte potentielle Kunden nicht nur anziehen, sondern auch informieren und überzeugen. Nur indem Mehrwerte geschaffen werden, können aus Interessenten Kunden werden. Eine Erlebniswelt die sich sehen lassen kann, ist mit der Internetplattform von Festool entstanden. Kunden können dort nicht nur die gewünschten Produkte online kaufen, sondern auch Produkterfahrungen unter „Gleichgesinnten" austauschen. Das Handout zum Referat ist hier zu finden: Mehr Erfolg für Ihr Multichannel Commerce [pdf, 10MB].

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Insgesamt sind in den zwei Stunden interessante Gespräche mit teilweise unterschiedlichem Brachenfokus entstanden. Denn ob Bank, Versicherungsanstalt, Detailhändler oder Maschinenhersteller, bei sämtlichen Unternehmen stellt sich heute dieselbe Frage: Wie können anspruchsvolle Kundenbedürfnisse auch im Netz befriedigt werden?

09 Mär

Web-Design Trends. Was uns bewegt.

Kreation ob Online, Offline, Mode oder Produktentwicklung, liegt oder besser unterliegt immer den Folgen von Trends. Im Unterschied zur Mode, wo die Trends sich aus Kunst und Strassenkultur entwickeln, sind wir im digitalen Kreationsumfeld direkt verbunden mit den allerneuesten technolgischen Entwicklungen. Ein gutes Beispiel dafür ist sicher das iPhone, welches neue Massstäbe in vielen Bereichen gesetzt hat. Sei es für die Benutzerführung, das Interaktionsverhalten oder die Darstellung von Inhalten.

Konzepte für "die Freude am Benutzen" werden von uns erwartet! Gleichzeitig verändert sich das Verhalten vom passiven Konsumenten zum aktiven Mitmacher.

Wir Namics-Kreative arbeiten in einem stets innovativen Umfeld und stellen uns den neuesten Entwicklungen. Diese neuen inspirierenden Erkenntnisse fliessen in unsere Konzepte ein, sind unsere Konzepte. Jetzt ist es an der Zeit unsere Kunden und andere "Hungrige" an den neusten Erkenntnissen im Bereich Kreation, Design und Frontend teilhaben zu lassen.

Wir wollen unser Wissen weitergeben und Appetit machen für "Neues". Deshalb eröffnen wir am 14.04.2010 unsere Design Kantine in Zürich mit dem brandheissen Thema Web-Typografie.

"Typografie ist nicht mehr nur in den klassischen Medien von Relevanz. Mit jeder neuen Browsergeneration bieten sich auch immer mehr Möglichkeiten in der typografischen Gestaltung. Diese werden allerdings noch viel zu selten eingesetzt obschon sie sich bereits mit den heutigen Standards (CSS, XHTML) realisieren liessen" sagt Claus Medvesek, der die Kantine eröffnet.

Weiter spannende Themen wie Augmented Realitiy folgen.

Die Namcis-Kreativeköche freuen sich auf zahlreiche Besucher in unserer Design.Kantine.Namics.

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07 Mär

Google Sitelinks beeinflussen

Seit etwa 3,5 Jahren versieht Google Trefferzitate von populären Treffern mit Direktlinks. Diese Dinger (Pfeil im Bild unten) heissen Sitelinks und da immer wieder mal Fragen dazu bei mir aufschlagen ein paar Gedanken dazu.

Trefferzitat auf Google bei einer Suche nach namics mit den genannten Sitelinks unterhalb des Trefferzitates der Homepage

Die häufigste Frage ist ob (und wie) man die Erstellung von Sitelinks beeinflussen resp. beschleunigen kann. Nein. Sowohl die Existenz von Sitelinks wie auch deren Auswahl erfolgen statistisch. Google entschiedet aufgrund der Such- und Klickhäufigkeit einer Site, ob das Anbieten von Sitelinks der Platz auf der Trefferliste wert ist. Und wie immer braucht die Site ein gewisses Mindestalter und/oder Pagerank (aber genau gesehen, ist es ja dasselbe: Reputation). Will ich Sitelinks, so muss ich mich also um die Besuchsfrequenz und -häufigkeiten meiner Site kümmern und nicht um Google.

Welche Links ausgewählt werden hängt auch an der Nachfragehäufigkeit. Nun bleibt noch, wie diese benannt sind. Auch wenn Google dazu keine offiziellen Aussagen macht, so ist es zumindest im Fall von Namics ziemlich klar. Die Kandidaten/Begriffe für/der Sitelinks sind häufige Suchbegriffe vermengt mit spezifischen Worten auf der Site. Also Begriffe die auffällig vorkommen (URL-Teile, Seiten-Titel), prominent verlinkt sind (Distanz 1 ab der Homepage) und gleichzeitig auch trennscharf sind. Im Beispiel also nicht Namics oder Menschen (weil nicht trennscharf resp. zu häufig) aber Jobs oder Nachname.

Und nun noch ein "echter Tipp". Gibt es nämlich ein Sitelink, den ich als Betreiber für nicht geeignet halte, so kann ich diesen unterdrücken. So ist es im Beispiel oben nett, dass unsere Referenz für die Klubschule Migros gezeigt wird, doch dies entspricht kaum der Funktion von Sitelinks.

In den Google Webmaster Tools gibt es eine Funktion, mit welcher ich bestehende Sitelinks unterdrücken kann. Ich habe diese Funktion auf die Klubschul-Referenz (den untersten Eintrag) angewendet.

das Sitelinks Menu in den Google Webmaster Tools mit der Klubschule als letzter Eintrag

Nach einem Tag war der Platz bei den Sitlinks leer und nach ein paar Tagen wurde dieser durch einen neuen Link auf die Fachartikel aufgefüllt. Sehr nett.

die neuen Sitelinks für Google mit einem Link zu unseren Fachartikeln

05 Mär

Quo vadis, Flash

Quo vadis, Flash?

Mit der Einführung des iPads folgt nach dem iPhone/iPod Touch eine weitere für den Massenmarkt bestimmt Plattform, welche keine Unterstützung der Flashtechnologie vorsieht. Bedeutet dies das Ende von Flash oder eine neue Herausforderung für Adobe.

Die Geschichte um den Niedergang von Flash ist fast so alt wie das Internet, bzw. seit Einführung von Netscapes Plugin-Technologie und dem damaligen Vorläufer FutureSplash Animator. Widerstand gab es von allen Seiten, es ist ungeeignet für Screenreader, Keine Unterstützung durch das W3C, unterschiedliche Performance auf verschiednen Plattformen, geringe Reichweite, umständliche Installation und vieles mehr. Andererseits hat Flash zweifelsohne einen grossen Anteil an der Verbreitung von Film, Ton und 3D-Inhalten und der Etablierung von Portalen wie Youtube und MySpace.

Wo steht Flash heute.
Flash ist laut Adobe auf 99% aller PCs installiert allerdings basiert diese Berechnung auf diejenigen Browser, die das Flash-Plugin unterstützen. Auch in Sachen Barrierefreiheit hat sich einiges getan, wenn dies auch mit mehr Aufwand im Vergleich zu HTML verbunden ist. In der Bannerwerbung ist Flash durch seine interaktiven und medialen Möglichkeiten beliebt. Die Verbreitung auch auf anderen Plattform ist enorm, Symbian, Android und sogar Konsolen wie die Xbox 360 und PS3 unterstützen mittlerweile die Flashtechnologie. einzige Ausnahme ist das iPhone OS von Apple.

Flash und das iPhone
Apple ist darauf Bedacht dem Nutzer das grösstmögliche Erlebnis zu bieten. Und dies nicht nur im Design der Hardware sondern auch bei der Bedienung der Software. Und dafür zahlt der Kunde auch gerne den deutlich höheren Preis als für vergleichbare Produkte. Apple lebt von dieser Marge daher ist es für Apple lebenswichtig dieses Versprechen dem Kunden gegenüber zu halten.

Nicht zuletzt darum ist Apple bemüht die Kontrolle über die auf dem iPhone OS ausgeführten Applikationen zu behalten. Mittels dem Distributionskanal über den iTunes App Store und dem oft kritisierten Genehmigungsprozess schafft es Apple nicht nur inhaltskritische Anwendungen (Stichwort Porno, Diskriminierung, etc.) die dem Image Apples schaden könnte, sondern auch schadhafte Software und Viren. Und die Nutzer sind insgeheim froh über diese Vorsorge.

Wenn daher nach Aussage von Apple das Flash-Plugin für die meisten Systemabstürze auf dem OSX-System verantwortlich ist, dann kann man nachvollziehen, warum sich Apple gegen Flash auf dem iPhone OS sperrt. Denn dies trübt in grossem Masse das Benutzererlebnis. Zudem ist Flash äusserst ressourcenhungrig und verkürzt die Laufzeit mobiler Geräte signifikant.

Kürzlich äusserte sich Steve Jobs während einer iPad-Demo beim Wall Street Journal deutlich und ablehnend gegenüber Flash auf dem iPad und zog einen Vergleich mit der Entrüstung gegenüber Apple, als bei der Einführung des iMac dieser ohne Diskettenlaufwerk ausgeliefert wurde und dennoch ein Verkaufsschlager wurde.

Adobe vs Apple
Klar das in dieser Situation Adobe wiederum bemüht ist über die Nutzer Druck auf Apple auszuüben um Flash auf die iPhone OS Plattform zu bringen. Auf dem Blog dragonfire ist unteren dem Titel „Who Can Do Something About Those Blue Boxes?" hierzu eine interessante Übersicht zu finden, welche Szenarien möglich sind.

  1. Adobe würde gerne Flash für das iPhone OS freigeben, kann es aber nicht.
  2. Apple kann es, macht es aber nicht (aus den oben genannten Gründen)
  3. Die Verbraucher üben auf Apple Druck aus damit Flash implementiert wird, indem sie iPhone, iPad und iPod Touch boykottieren - aber das Gegenteil ist der Fall.
  4. Webseitenbetreiber werden bei ihr Angebot auf andere Technologien ausweichen und Flashinhalte aus ihrem Angebot entfernen.
Adobe verfolgt im Augenblick die Strategie #3 und ist bemüht die Nachteile von Flash zu widerlegen und bemüht sich intensiv um andere Plattformen wie Android, ChromeOS, Symbian etc. Zu beobachten ist allerdings vielmehr die Tendenz vieler Anbieter auf andere Technologien zu setzen und sich unabhängig von der Flashplattform zu machen. Ihr Interesse und Bestreben liegt vor allem darin möglichst viele Konsumenten zu erreichen. Und aus diesem Blickwinkel betrachtet ist die wenig technikaffine aber konsumfreudige Zielgruppe der iPhone-, iPod- und iPad-Nutzer viel zu attraktiv als dass man sie nicht erreichen möchte.

Die Aussichten für Adobe sind so gesehen äusserst schlecht - zumindest in Hinblick auf Flash. Auch wenn der Rückhalt bei den Entwicklern enorm ist, wird die Zukunft über den Inhalt entschieden.

Dennoch hat gerade mit der Einführung des iPads und dem damit verbunden Umdenkungsprozess im Verlagswesen einen Entwicklung eingesetzt, welches ein grosses Potential für Adobe hat. Im Bereich Desktop-Publishing kommt man heutzutage nicht um Adobe herum. InDesign und InCopy sind defacto Standards für die Erstellung von Printmedien.

Mit Sicherheit hat Adobe bereits einen Plan B in der Hand. Dieser könnte so aussehen, dass Flash im Browser stirbt, Flash als Entwicklungsumgebung (Adobe Flex) weiter existieren und entwickelt wird. Es wird mit Sicherheit an einer Lösung, sprich Exportmöglichkeit gearbeitet, um aus der Flex-Entwicklungsumgebung eine entsprechende Ausgabe zu erzeugen, ähnlich dem angekündigten Nativ-App-Export aus Flash.

Umgekehrt wird es für Adobe auch immer aufwendiger und komplizierter die Entwicklung von Flash auf allen Plattformen hinsichtlich Performance und Funktionsumfang auf dem gleichen Niveau zu halten. Gerade die in jüngster Zeit hinzugekommenen Eingabemethoden und Sensoren, wie GPS, Accelerometer, Kamera, Multitouch, etc. erhöhen die Komplexität und damit die Fehleranfälligkeit des Systems Flash.

Flash ein Überbleibsel aus der Urzeit des Internets
So gesehen stellt sich die Frage, ob Flash überhaupt noch zeitgemäss ist und nicht ein Saurier aus der Kreidezeit des Internets ist und von weiterentwickelten Technologien wie AJAX, h.264 Codec und HTML 5 verdrängt wird.

Viele der damaligen Gründe von Flash wie Animationen, Interaktionsmöglichkeiten, Darstellung von Schrift, Film und Ton ist für die heutigen Browser eine Selbstverständlichkeit, wenn auch mit kleinen Unterschieden. Die Vorzüge sind bis auch wenigen Nischenanwendungen wie zum Beispiel für Augmented Reality Anwendungen verschwunden geblieben sind die Nachteile: schlechte Performance, hohe Prozessorauslastung, Sicherheitsrisiko, Barrierefreiheit und browseruntypisches Verhalten (z.B. Back-Button oder Reload).

Fazit
Adobe verfügt mit Sicherheit über genügend neue Technologien und Know-How um für die Zukunft die Werkzeuge zu liefern, die Content-Anbieter benötigen um für die neuen Net-Devices Inhalte und Dienstleistungen bereitzustellen. Ein verkrampftes Festhalten an Flash blockiert nicht nur Ressourcen sondern blockiert auch eine Kooperation mit Apple.

04 Mär

Facebook, Social Media und Sponsoring

Wie lassen sich diese Themen verknüpfen? Eine Schweizer Versicherung macht's vor!

Der Stellenwert des Internets als Kommunikationskanal nimmt stetig zu. Neben den etablierten Online Marketing Massnahmen, setzen Unternehmen vermehrt auf Soical Media. Doch wie werden die existierenden Instrumente richtig eingesetzt? Wie begeistert man Nutzer eines Social Networks für ein Angebot? Wie erreicht man, dass das Unternehmen positiv wahrgenommen wird? Und wie kurbelt man den viralen Effekt an?

Facebook ist mit 400 Millionen Nutzern die meistgenutzte Social Network Plattform im Internet. In der Schweiz haben knapp 2 Millionen Menschen ein Facebook Profil. Dies ist mitunter ein Grund, dass sich das Portal zu einer beliebten Marketingplattform entwickelt hat. Neben den klassischen Werbeanzeigen bieten sich speziell für Facebook entwickelte Applikationen als Träger von Marketing- und Kommunikationsbotschaften an.

Wenn eine Applikation spannend, attraktiv oder ausgefallen ist und dem Nutzer einen Mehrwert bietet, verbreitet sie sich quasi von selbst. Das klingt zwar einfach, ist aber oft mit Aufwand und viel Arbeit verbunden. Insbesondere dann, wenn Applikationen nicht nur lustig sein, sondern auch eine Marketingbotschaft transportieren sollen.

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Die Erfahrung zeigt, dass die virale Verbreitung bei unternehmensbezogenen Themen oft schwieriger ist als bei reinen Spiel- und Spass Themen
. Content ist hier, wie so oft, „king" - es ist wichtig die Fans mit relevanten Inhalten zu versorgen, denn nur so tritt der gewünschte virale Effekt ein und das Freunde-Netzwerk wird zum Werbenetzwerk.

Auch bei der Entwicklung der Applikation selbst gibt es viel zu beachten - eine Applikation als Kommunikationstool zu nutzen, stellt hohe Ansprüche an die Entwicklung und Konzeption. Grund dafür sind technische Restriktionen von Facebook selbst, aber auch technische Hürden und Schnittstellen die es zu beachten gilt.

Gestützt auf dieses Wissen realisierten verschiedene Leute aus Team rotweiss und Team Roman mit mir als Projektleiter gemeinsam mit Helvetia die Facebook Applikation „Helvetia Ski-Experte 2010 - wer tippt die Bestzeit?".

Es ist ein Tippspiel, bei dem der User die Bestzeiten verschiedener Weltcuprennen schätzt. Die Besten Tipper werden nach jedem Rennen bekanntgegeben und die Sieger gekürt. Zusätzlich wird am Ende ein Hauptpreis verlost: zwei exklusive Ski-Weekends und Skistunden mit einem Athleten der Schweizer Nationalmannschaft. User, die das Spiel auf einem Social Media Kanal weiterempfehlen, werden mit doppelten Gewinnchancen belohnt.

Screenshot Helvetia.png

Für den Launch konzipierten wir verschiedene On- und Offline Massnahmen - das Ziel war, Synergien aus den Branding- und Sponsoring-Aktivitäten der Helvetia zu nutzen. Um die Applikation online zu verbreiten, wurden Werbebanner auf Wintersportportalen, Anzeigen auf Facebook und Google AdWords geschalten. Die virale Verbreitung wurde durch eine Fanpage auf Facebook gefördert, ebenso die Möglichkeit, die Applikation weiterzuempfehlen.
Wir nutzten auch die bestehenden Offline-Kanäle - etwa durch die Verteilung der Flyer über den Aussendienst sowie die Möglichkeit, an den Rennwochenenden am Helvetia Stand vor Ort teilzunehmen.

Das Gewinnspiel ist bis zum 7. März 2010, also bis zum Super G-Rennen in Crans Montana, online. Ich kann nur empfehlen, es selbst zu probieren und mitzumachen. Es lohnt sich!

04 Mär

Besucher, -quellen und Inlinks kennen (Website umziehen)

Dieser Post ist der erste Teil einer Serie mit Tipps beim Umzug / einem Relaunch einer Website.

Im ersten Schritt gilt es die Traffic-Quellen inkl. der externen Verlinkung der bestehenden Website zu kennen. Dies mit dem Ziel, dass nach dem Relaunch keine (oder zumindest: möglichst wenige) Besucher wegen "kaputten Links" frustriert sind. Zudem soll die in Suchmaschinen verdiente Reputation erhalten werden. Das "Überziel" der Arbeit wäre die Grundregel von Tim Berners Lee aus dem Jahr 1998: "Cool URIs don't change"

Zwei Quellen geben einen guten Überblick über Besucherquellen und die externe Verlinkung. Diese werden in einer Tabelle gesammelt und priorisiert, da es möglicherweise zu aufwändig ist, für jedes alte Ziel ein Angebot auf der neuen Site zu finden.

1) Analytics-Software resp. die Access-Log Dateien

Jeder Besuch der Website wird vom Server in eine Log-Datei geschrieben. Diese wird häufig mit einer Analyse-Software (wie Webtrends oder AWStats) ausgewertet. Alternativ werden vergleichbare Informationen mit einer clientseitigen Analyse-Software erhoben (wie Google Analytics oder Omiture).

Sichtbar ist die besuchte Seite und, je nach Einstellungen auf der Besucherseite, die letztbesuchte Seite des Users, der sogenannte Referrer. Der Referrer zeigt woher Surfer kommt (ab welchem Link auf welcher Site) und man sieht, ob die besuchte Adresse "direkt" eingegeben wurde, beispielsweise als Bookmark im Browser. Zur Illustration der Quelldaten, ein beispielhafter Log-Eintrag.

Zeile aus einer serverseitigen Log-Datei in welcher die Elemente URI, HTTP Status Code und Referrer ausgezeichnet sind

Die Analyse-Software zeigt die oben gezeigte Information (und mehr) in aggregierter Form. Hier ein Beispiel aus Google Analytics.

Anzeige einer einzelnen Seite in Google Analytics mit den Zugriffszahlen und den Besucherquellen

Die folgenden drei Sachen gilt es in einer Tabelle zu sammeln:

- URI (aufgerufener Link, nur die erfolgreich ausgelieferten also Status 200)
- Attraktivität (in diesem Fall: Häufigkeit des Besuchs in letzten Monat)
- [optional] Quelle (Referrer)

2) Google Webmaster-Tools

Die Google Webmaster-Tools bieten nützliche Informationen und Einstellungen aus der Sicht von Google. Dafür muss die Website dort einmalig registriert werden, was sich auf jeden Fall lohnt und mit technischem Zugang zur Site nur eine Minute dauert. Mit dem Ziel die Verlinkung zu dokumentieren ist hier v.a. die Statistik "Links to your site" spannend. Diese zeigt die Google bekannten, eingehenden Links auf ihr Angebot. Unabhängig davon, ob diese im Betrachtungszeitraum aufgerufen worden sind.

Startseite von

Ergänzen Sie die Tabelle um:

- URI (verlinkte Site)
- Attraktivität (in diesem Fall: Häufigkeit der Verlinkung)
- [optional] Quelle

Grundsätzlich wäre es noch möglich, weitere Suchmaschinen anzufragen, was je nach Zielland durchaus Sinn macht. Dafür gibt es Werkzeuge vergleichbar mit den gezeigten Google Webmaster-Tools wie beispielsweise der Yahoo! Site Explorer oder fast alle Suchmaschinen unterstützen die Anfrage link:http://sitename. Im Kulturkreis Schweiz und Deutschland genügen aber die zwei genannten Quellen jedoch.

Die Tabelle dient im Rahmen des Konzeptes das neue Angebot entlang von realen Benutzerbedürfnissen aufzubauen und später zur Erstellung von Weiterleitungen, da sich in den allermeisten Fällen die URIs im Rahmen des Relaunch ändern werden. Wie sie bei der Priorisierung vorgehen hängt insb. auch an den Kommunikationszielen der neuen Site, die sehr individuell sein können.

Und hier geht es zum Überblick aller Schritte von "Website umziehen".

03 Mär

I love memonic.com

Ich gebs zu: Ich mag elektronische Gadgets wie z.B. den Kindle oder das iPhone. Spontaneinkauf bei thinkgeek.com ist quasi schon fast Pflicht ;). Und fast vergessen: Das iPad muss ich dann wahrscheinlich auch haben - und wenns dann für mich nicht taugt, versuche ich es wieder zu verkaufen. Meine Meinung: Was man nicht selber ausprobiert, kann man auch nicht wirklich beurteilen.

Nun gibt es nebst den physischen Gadgets auch eine Reihe von "virtuellen Gadgets" die das Leben wirklich einfacher machen. So zum Beispiel memonic.
Mit memonic kann ich extrem schnell und einfach Inhalte aus dem Web "clippen". Es eignet sich perfekt um z.B. für einen Vortrag bei der Informationssuche im Web alles spannende während des browsens zu sammeln. Im Gegensatz zu del.icio.us bookmarke ich nicht einfach die URL, sondern ich kann genau das Bild oder den Textabschnitt oder die Tabelle die ich grad spannend finde, speichern. So einfach gehts:

Ausprobieren!

PS: memonic ist ein Schweizer Internet-Startup und hat m.E. viel internationales Potential. Zudem sucht memonic grad auch noch ein wenig Kapital. Details dazu auf investiere.ch.

03 Mär

Attraktive Zahlen

Designer sind nicht gerade bekannt dafür, Zahlen zu mögen. Meine Wenigkeit liebt sie aber, da Zahlen so schön verbindlich sind. Wenn nun Zahlen (die für unsere Leidenschaft stehen) auch noch liebevoll und gut kommuniziert werden, entsteht ein Video, welches ich niemandem vorenthalten möchte.

28 Feb

Website umziehen, Relaunch, "Moving your Site"

Sei es eine technische Änderung oder sei es ein umfassender Relaunch mit einer komplett neuen Site. Die Aufgabenstellung ist möglicherweise selten, aber sehr wichtig. Da ich diesen Augenblick bereits einige Male miterlebt habe, fasse ich Erfahrungen und Form von einer Serie mit Tipps zum "Website umziehen" zusammen.

Ziel der Serie ist eine bessere Planung, damit der Zeitpunkt der System-Umstellung nicht (noch) mehr Hektik erzeugt als unbedingt notwendig. Als unnötige Hektik verstehe ich beispielsweise nicht mehr funktionierende eingehende Links (z.B. Druckmaterialen), defekte Links auf meine Angebot in Suchmaschinen oder lähmend langsame Umschaltfristen auf die neue Site ("ich sehe noch immer die alte Site...").

Ziel der Umstellung ist es, dass ihre Besucher nichts nachteiliges feststellen. Weder im Bezug auf die Qualität des Angebotes (was ich nicht behandeln werde) noch im Bezug auf die technische Funktion ihrer Site. Auf die folgenden Posts können Sie sich gefasst machen:

- Besucher, -quellen und Inlinks kennen
- Technische Vorbereitungen vor einem Website-Relaunch
- Redirects/Weiterleitungen nach einem Relaunch
- Die gute 404-Seite (page not found)
- Was tun mit externen Suchmaschinen bei einem Relaunch
- DNS-Umstellung (schnell und mit doppeltem Netz)
- An die Statistik denken

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