Namics Weblog

Persönliche Stimmen und Meinungen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

09 Dez

Intranet Summit Vortrag Klinikübergreifendes Intranet

Anlässlich am Intranet Summit vom 07. Dezember 2011 durften Dr. Matthias Winistörfer vom Zuger Kantonsspital und ich folgendes Referat halten.

Wissensmanagement und Zusammenarbeit zählen im Gesundheitswesen zu strategischen Erfolgs-Faktoren. Auf Grund dessen stellt das Zuger Kantonsspital die internen Informations- und Zusammenarbeitsprozesse mit dem neuen Intranet in den zentralen Fokus. Spezifisch konzipierte Funktionen sollen den klinikübergreifenden
Wissenstransfer fördern sowie Ärzten und Pflegepersonal einen schnellen Zugriff auf aktuelle, arbeitsrelevante Informationen ermöglichen. Das Intranet wurde mittels dem Content Management Sitecore umgesetzt.

11 Nov

Müssen wir nun auch auf Google+ sein?

Mit der Möglichkeit seit dieser Woche auch als Unternehmen eine eigene Seite auf Google+ einrichten zu können, stellen sich viele Firmen die Frage, ob sie diese Möglichkeit nutzen sollen (Chance oder Risiko?). Die Unsicherheit wird dabei von der Unwissenheit gestärkt, wie sich Angebot und Nachfrage entwickeln werden. Was wird Google noch alles an Funktionalitäten, aber auch Einschränkungen (z.B. Richtlinienvorgaben), bieten? Wie viele Leute werden Google+ überhaupt (dauerhaft) nutzen? Eine klassische Managemententscheidung unter Unsicherheit.
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Da sich bei derartigen Entscheidungen das reine Bauchgefühl oder auch Würfeln selten bewähren, nachfolgend einige Aspekte zum Durchdenken der Entscheidung. Denn ein pauschales (und einfaches) „Ja" bzw. „Nein" zu einem Google+ Engagement ohne Berücksichtigung der Unternehmensspezifika kann ich als Berater leider nicht aussprechen.

1. Spricht unsere Markenidentität für ein frühes Engagement?
Attribute, wie „innovativ" oder „dialogorientiert" sind gut mit einem frühen Engagement vereinbar. Es besteht eine gute Chance entsprechend aufs Image einzuzahlen. Auch wenn man sich grundsätzlich als First User oder Early Adopter von Innovationen sieht und darstellt, würde dies für ein frühzeitiges Engagement sprechen.

2. Welches Ziel wollen wir mit dem Engagement erreichen?
Eigentlich banal und der Ausgangspunkt von allem, aber leider - auch in Social Media - gerne mal vernachlässigt: das Ziel. Die Seite muss im Rahmen der bestehenden Kommunikations-, Vertriebspolitik und/oder des Kundenmanagements einen Zweck erfüllen. Dies bildet die Grundlage für ein klares Angebot.
Genauso muss sie aber auch dem Dialogpartner (hier: Follower) einen Nutzen bieten, auch er hat ein Ziel, welches er erreichen können sollte.

3. Haben wir eine Idee und „Story" für das Dialogangebot?
Es sollte ein Themenspektrum geben, welches für die Dialogpartner relevant ist und vom Unternehmen fachlich bedient werden kann. Die Art und Weise der Vermittlung der Inhalte sowie der Anregung des Dialogs sollten idealerweise feststehen. Ein Unternehmensstil lässt sich festlegen. Ein Angebots- und Dialogstil hat sich bei Google+ natürlich noch nicht herauskristallisiert, aber Unternehmen die früh einsteigen, können diesen mitbeeinflussen.

4. Ergibt sich aus unserer Branchenposition quasi die Notwendigkeit für ein Engagement?
Für Unternehmen aus Branchen mit starkem Internetbezug ist es fast unumgänglich „mitzumachen". Ausnahmen könnten hier vielleicht Unternehmen sein, die sich als „anders" als die Anderen darstellen wollen. Bei Branchen mit keinem oder (noch) geringerem Internetbezug stehen speziell die Branchenführer vor der Situation einen Standard (Benchmark) setzen zu können (evtl. auch zu müssen). Insbesondere wenn sich ein Unternehmen als führend, vielleicht gar als Nr. 1 der Branche in Social Media, positioniert, sollte es sich frühzeitig (möglichst vor den Wettbewerbern) engagieren.

5. Erfüllen wir die organisatorischen Voraussetzungen für ein Engagement?
Es bedarf mehrerer kompetenter Mitarbeiter, die sich um das Angebot kümmern. Selbst wenn es nur einen Redakteur/Communitymanager geben sollte (aktuell lässt Google auch nur einen Admin zu), bedarf es intern immer wieder Abstimmungen zu den Inhalten des Dialogangebots mit verschiedenen Stellen. Diese Personen und ihre Arbeitszeit müssen verfügbar sein und sie müssen sich auch einbringen wollen.

6. Haben wir eine Social Media Strategie?
Ein vorhandener Rahmen für sämtliche Social Media Aktivitäten des Unternehmens gibt Sicherheit bei der Entscheidung und ggf. Entwicklung des Angebots. Die Erreichung der generellen Social Media Ziele gelingt grundsätzlich erfolgsversprechender wenn die Aktivitäten unter Berücksichtigung einer Strategie konzipiert werden können. Die Wahrscheinlichkeit einer stringenten Darstellung und Wahrnehmung bei den Zielgruppen wird erhöht.

7. Benötigen wir eine quasi hundertprozentige Rechtssicherheit vor einem Engagement?
Die Nutzung von Facebook zeigt die rechtlichen Schwierigkeiten und Unsicherheiten, welche mit einem Engagement bei einem Social Network einhergehen. Alleine ein auf allen Geräten rechtskonform zugängliches Impressum anzubieten ist derzeit nicht möglich. Von der Datenschutzproblematik gar nicht zu sprechen. Da Google das gleiche Interesse an Nutzerdaten wie Facebook haben dürfte, um nahezu perfektes Targeting bei der Werbung bieten zu können. Auch wenn derzeit Google+ einen vertraulicheren Anschein im Umgang mit Nutzerdaten als Facebook zu machen scheint, dürften in diesem Bereich noch schwierige Punkte hochkommen. Insbesondere im datenschutzsensiblen Deutschland.

8. Entsprechen die Google+ Nutzer einer unserer Zielgruppen oder sind sie zumindest wesentliche Beeinflusser einer der Zielgruppen?
Angesichts der Neuheit von Google+ ist diese Frage natürlich noch schwer zu beantworten. Es ist sehr wenig über die Nutzer bekannt, man weiß nicht wer noch teilnehmen wird und ein Analyticstool bietet Google auch (noch?) nicht an. Dies bietet aber auch die Chance entsprechend aufgeschlossene Zielgruppen für das Google+ Angebot zu begeistern.

9. Wollen wir nur die gleichen Beiträge wie auf einer anderen Plattform veröffentlichen?
Jede Social Media Plattform hat ihren eigenen Stil, auch wenn sich dieser bei Google+ noch entwickeln muss, 1:1-Kopieren geht hier nicht und sollte nicht angestrebt werden. Die grundsätzliche „Story" kann (und sollte häufig auch) auf verschiedenen Kanälen stattfinden, nur das Dialog- und Vernetzungverhalten ist plattformspezifisch zu spezifizieren. Zumal es auch für Fans/Follower/Freunde nervig sein kann auf verschiedenen Plattformen das gleiche zu lesen (kein Mehrwert).

Es müssen sicherlich nicht alle Fragen positiv beantworten werden, um sich guten Gewissens bereits jetzt auf Google+ zu engagieren. Aber dies sollte dann möglichst schnell - ggf. mit Ausnahme der Markenidentität - nach Beginn der Aktivitäten erfolgen können.

Natürlich erhebt die Liste keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Ich freue mich über weitere Aspekte, an denen ein frühes Engagement auf Google+ überprüft werden kann.


Vielen Dank an meinen Kollegen Benjamin Schmidt für den fachlichen Austausch!

10 Nov

The solution for the biggest pains. Wege zum Leadership in der Industrie.

In welchen Prozessen lauern die grössten, bisher ungenutzten Businesspotenziale? Wie versorge ich meine wichtigsten Stakeholder mit relevanten Informationen? Wie unterstütze ich meinen Vertrieb? Wie setze ich mich von der Konkurrenz ab und steigere die Leistungen meiner Mitarbeiter?

Mit diesen und ähnlichen Fragestellungen setzen sich Entscheidungsträger in Industrieunternehmen regelmässig auseinander.
Anhand eines Beispiels möchten wir aufzeigen, wie Sie auf Ihre Bedürfnisse zurechtgeschnittene Lösungen entwickeln und wie Sie Namics in diesem Prozess unterstützt.

08 Nov

Mit aktuellen Inhalten bei Google punkten

Freshness-Update fordert Online-Redakteure in Unternehmen

Google sorgt in der SEO-Welt für Wirbel: Das so genannte Freshness-Update betrifft rund 35 % aller Suchanfragen und ist somit eine der größeren Algorithmusänderungen in der Google-Geschichte. Die wichtigste Frage: Was bedeutet diese Frischeanforderung an Content für Webmaster und Unternehmen? Wie können sie mit aktuellen Inhalten bei Google punkten?

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Frische Paprika, Foto: Lilo Kapp/pixelio.de

Nach der jetzigen Entwicklung profitieren Nachrichtenportale, die ohnehin schon auf Aktualität ihrer Inhalte hohen Wert legen, ganz besonders. Der überarbeitete Google-Algorithmus soll auch die aktuellsten News-Stories sowie Web-Trends einbeziehen. Das Update basiert auf Googles Caffeine-Index. 2010 eingeführt, ermöglicht er die schnellere Auffindung von aktuellen Informationen.

Auch für Unternehmen eröffnen sich offenbar neue Chancen. Denn auf der eigenen Website für Nachrichtenfrische zu sorgen, ist eigentlich ganz leicht, sofern man über die entsprechenden Ressourcen und ein wenig journalistisches Know-how verfügt. Online-Redakteure und Content-Manager in Unternehmen sind daher nun stärker denn je gefordert, ihre redaktionellen Inhalte mit Blick auf aktuelle Entwicklungen zu pflegen und zu aktualisieren.

Themen rund um das Kerngeschäft aufspüren

So könnte eine auf Vorsorgethemen spezialisierte Versicherung mit einem Ratgeber-Inhalt zum Thema „Patientenverfügung" eine gute Position bei den Google-Treffern erlangen, wenn sie unmittelbar nach der Verabschiedung eines Gesetzes im Bundestag den Text suchmaschinenoptimiert aktualisiert und mit entsprechenden weiterführenden Links und Downloads wie etwa einer Mustervorlage versieht.

Eine Biosupermarktkette könnte mit einem ausführlichen Beitrag zum aktuellsten Lebensmittelskandal, den Food-Watch aufgedeckt hat, Nutzer auf die Unternehmensseite ziehen, die nie zuvor von der Biosupermarktkette gehört hatten und nun positiv von der Aktualität der Website und der Professionalität der Inhalte überrascht sind. Auch so lassen sich neue potentielle Kunden gewinnen ...

Themenplanung über den Unternehmens-Tellerrand hinaus
Die Devise für die Zukunft sollte also auch für Unternehmen lauten: Folgen Sie einem aktuellen Trend mit einem interessanten Beitrag in Ihrem Webangebot, möglicherweise in einem Corporate Blog, das der Unternehmens-Website angeschlossen ist. Im Grunde genommen bedeutet das für die Verantwortlichen in der Unternehmenskommunikation nichts anderes, als so zu arbeiten, wie es die großen Nachrichtenportale unlängst tun.

Online-Redakteure und Kommunikationsverantwortliche sollten ihre Unternehmensthemen auf zukünftige Trends oder Ereignisse hin prüfen und eine langfristige Themenplanung machen - so sind automatisch die passenden Inhaltsseiten mit den aktuellsten Aspekten online, wenn Nutzer sie bei Google suchen. Themenplanung mit aktuellem Bezug ist bei Journalisten längst tägliche Praxis. Und nichts anderes garantiert auch Unternehmen einen Aktualitäts-Schub, der sich positiv auf das Google-Ranking auswirkt.

Jetzt heißt es aber erst einmal Warten: Wann das Update kommt und ob es wie Panda zuerst in den USA oder gleich weltweit eingeführt wird, scheint noch unklar.

Googles letztes gravierendes Update: Der Panda ist los. Spam kommt in den Zoo.

08 Nov

Referat bei der Online Marketing Konferenz in Zürich zu Google AdWords

Ich konnte am 1. November bei der Online Marketing Konferenz in Zürich einen Vortrag zum Thema "Die größte Auktion der Welt. Ein Blick hinter die Kulissen von Google AdWords" halten. Im Folgenden findet sich eine kleine Zusammenfassung.

Im Referat ging es grundsätzlich darum, zu zeigen, mit welchen Mechanismen Google die Vorteile systemischer Auktionsverfahren nutzt und Schwachstellen durch eine globale Firmenstrategie beseitigt. Hierzu wurde kurz das Modell des "AdWords Qualitätsfaktors" diskutiert und besprochen, wie der Algorithmus, der hinter AdWords sitzt, funktioniert.

Herausforderungen der Ad Auction

Die Google Auktion ist nicht die erste ihrer Art, allerdings diejenige, die die Probleme klassischer Auktionsverfahren am Besten abfedert. Strukturell gesehen ist die Ad Auction dann erfolgreich, solange eine hohe Frequentierung der Auktionen stattfindet und das Matchingproblem effizient (d.h. automatisiert) gelöst werden kann.
Beim Matchingproblem handelt es sich um die Aufgabenstellung, dass binnen kürzester Zeit (maximal 0,5 Sekunden) sowohl die organischen Suchresultate wie Anzeigen zu einer Suchsequenz q1q2...qm der Nutzer unter Berücksichtigung der täglichen Budgets ausgeliefert werden.
Dies sieht zudem auf den ersten Blick einfacher aus, als es tatsächlich ist, denn:
Es gibt eine restrikte Menge (circa 8-12) an gewichteten Werbeslots (TOP-Anzeigen, "normale" Anzeigen, Anzeigen unterhalb der organischen Suchergebnisse), welche mit relevanten Anzeigen besetzt werden müssen. Es können zudem nur dann Resultate angezeigt werden, solange es sich um präferierte Slots handelt. "Präferierte Slots" bedeutet, dass jeder Bieter den Slot direkt bevorzugt, den er gebucht hat- natürlich will jeder auf die TOP-Position, aber nicht jedem Bieter ist die zusätzliche Menge an Klicks das entsprechende Mehrgeld wert, den diese Steigerung der Position mit sich bringt (man spricht hier von inkrementellen Kosten). Gäbe es keine "präferierten Slots", würde sich die Voraussetzung für ein mathematisches Gleichgewicht auflösen und es würde ein asynchrones Matching entstehen- ein Problem, das bereits andere Suchmaschinen vor Google hatten und deswegen nicht in der Lage waren, das Geschäftsmodell zu realisieren.

Die Folien zum Referat finden sich hier:

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